Progenie-Behandlung/ Kreuzbiss Hannover: ohne FKO fehlt was?

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Progenie-Behandlung/ Kreuzbiss Hannover: ohne FKO fehlt was?

Beitrag von ruebezahl » 1. Jul 2010 16:10

Liebe Leser,
ein halbes Jahrhundert lang behandelten europäische Kieferorthopäden bis in die 80er Jahre hinein Kinder und Jugendliche mit aktiven Platten und / oder Funktionskieferorthopädie (= FKO; in erster Linie Aktivatoren).

Längst ist die Platten-Expertise vom Bracket-Business abgedrängt worden, so dass von ihr nur noch vereinzelte Könner übrig sind.
Wie dann der zweite Absatz im (schon älteren) Schema www.sanfte-zahnklammern.de/downloads/fo ... ckentw.pdf zeigt, werden im normalen Behandlungsalter auch die Aktivatoren gegen die häufigen Rückbisslagen für immer jüngere Kinder ersetzt durch feste Herbst-Scharniere, Forsus-Federn, Jasper-Jumper und wie die festen Einbauten zum Unterkiefer-Vorzwingen noch heißen mögen.

Aktuell ist die hiesige Kieferorthopädie nun im untersten Absatz des Schemas angekommen, der Frühbehandlung von 5- bis 8-jährigen Kindern mit Methoden, die mir erst vertretbar erscheinen, wenn alles andere versagt hätte:
-- bei Schmalkiefer, der sich in seitlichem Kreuzbiss zeigt und fast jedes 6. Kind betrifft, statt Dehnplatte Gaumennahtsprengung (GNE; hier Infos, die viele Behandler verschweigen: www.sanfte-zahnklammern.de/spangen/g_sp ... preng.html )
-- bei Progenie (Vorbiss), die regional unterschiedlich etwa 5% betrifft (mit oder ohne Schmalkiefer dabei): statt dem bewährten, Zahnwechsel-toleranten Funktionsregler FR 3 oder speziellen Platten nun Gesichtsmasken (Delaire-Masken), die sich auf Stirn und Kinn stützen und wovon Gummibänder zu Haken im Mund gespannt werden, die immer öfter an einem festen Einbau und bei Schmalkiefer an einer GNE-Apparatur sind. Statt der früher sporadisch benutzten rahmenförmigen Masken verbreitet sich nun eine wohl billigere Bauform, die eine „Schiel-Stange“ senkrecht vor dem Gesicht hat.

Noch 1999 gab eine Umfrage an Praxen zur Progenie-Frühbehandlung (die ich damals leider nur durchgeblättert hatte) etwa folgendes Ergebnis:
-- etwa 2/3 bevorzugten den FR 3
-- einige bevorzugten andere FKO, Platten, Unterstützung mit Außenspangen
-- nur 11% setzten schon zur Frühbehandlung feste Spangen ein
-- und auch nur wenige wollten Progenie nicht früh behandeln
Heute erscheint dieses Verhältnis umgekehrt. Der FR 3 wird von der GNE und / oder Delaire-Maske verdrängt, und die sanftere, „moderne“ Rückschubdoppelplatte (RDP) hat kaum Fuß fassen können.
2009 gab die Stiftung Warentest einen Kieferorthopädie-Ratgeber heraus, in dem eine tagelang schmerzhafte (!) GNE an einer erst 4-Jährigen gebilligt wurde.

Meine Ratsuchenden mögen nicht repräsentativ sein, aber nach ihren Angaben haben mehrere Praxen an verschiedenen Orten (gerade häuft sich Hannover) von FR 3 auf GNE + Außenspange umgestellt. Den FR 3 bieten sie nicht mehr an, oder nur noch auf besondere Nachfrage, oder (einen billig gebauten?) im Anschluss an die Brachial-Prodezur, um die kassenmögliche Behandlungszeit abzuschöpfen und die geschundenen Gewebe sich stabilisieren zu lassen.

Allenfalls die Neuen Bundesländer scheinen noch nicht so betroffen zu sein.
Zwar konnte ich keinen einzelnen Brandherd ausmachen, von dem diese Misshandlungs-Methodik ausging. Aber alle Ansinnen für das Kindeswohl verkommen zu Sonntagsreden, wenn wir zulassen, dass sie derart um sich greift.
Wie mag die Langzeitstabilität nach diesem ruppigen Passend-Machen der Kiefer sein, das anders als die FKO die Muskulatur nicht einbezieht?
Ein Progenie-Frühbehandlungs-Kapitel konnte ich um 2 Fälle ergänzen, bei denen nach festen (Multibracket-)Spangen eine schlechte Bisstendenz verblieb oder sich Jahre später wieder ausprägte: www.zwanglose-zahnspangen.de/fallbeisp/prog/prog.html

Soweit zu bedenken,
Rübezahl

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