Erfahrungsbericht K3F

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Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von ruebezahl » 23. Jun 2017 20:58

Hallo Juliane,
danke für deine fortlaufende Darstellung. Gut, dass du Dinge aufspürst, die gegen deine CMD-Schmerzen helfen.

Nicht-repräsentative Patientengruppen:
ich glaube nicht, dass mehr Frauen als Männer, die Zahnspangen-Behandlungen haben oder hatten, dabei Pfusch erleiden. Eher sind die Zahnspangen-Patienten insgesamt wohl mehr Frauen als Männer.
Indessen sind unter meinen Ratsuchenden auch Männer, denen Folgen von schlechten KFO-Behandlungen mit festen Spangen zu schaffen machen, die oftmals in ihrer Jugend erfolgten. Ihnen geht es eher um zu enge Kiefer, samt verengten Nasenwegen, als um Schiefbiss. Vor allem, wenn ein Headgear dabei war, und dies weniger im Inland, sondern in Ländern, wo Funktionskieferorthopädie und leistungsfähige aktive Platten rar sind.

Dann wünsche ich dir zielführende Beratungstermine,
und wir sind hier gespannt, was dir dann hilft.
Viele Grüße,
Rübezahl

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 22. Jun 2017 14:46

Monate später wollte ich mich mal zurückmelden.
Da der K3F für meine Fehlstellung und vor allem die CMD-Schmerzen nicht ausgereicht hat, bin ich gerade dabei, viele Beratungstermine zu absolvieren.
Bisher geholfen hat mir auch eine spezielle CMD-Schiene und eine Atlaskorrektur (leider zum zweiten Mal mittlerweile). Direkt nach der Atlaskorrektur und anderen Einrenkungen bei einer Chiropraktikerin hatte ich wieder symmetrischeren Bisskontakt und mir ging es auch etwas besser.
Die Chiropraktikerin erzählte mir auch, dass es durchaus üblich sei, dass junge Frauen nach einer Behandlung mit fester Zahnspange solche Schiefstände entwickeln, aber ein so krasser Fall wie meinen sieht man wohl sehr sehr selten. Den musste sie auch gleich ihrem Praktikanten zeigen. Sie meinte aber auch, dass es in unserer Region einen KFO gäbe, bei dem solche Schiefstände verbessert werden, anstatt verschlimmert. Auch dort möchte ich mich beraten lassen.
Dass es vielen Leuten nach einer festen Zahnspange so geht, dass sie Schiefstände haben, ist mir nach meiner umfangreichen Recherchen bewusst. Ich frage mich aber, warum das eher junge Frauen sind, und nicht junge Männer auch. Weiß das zufällig jemand? Oder ist das vielleicht einfach ein Zufall, dass sie eben nur junge Frauen als Beispiele kennt?

LG Juliane

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 19. Mär 2017 18:30

So, ich habe jetzt den neuen K3F und leider jetzt erst erfahren, dass man den bei Kopfbiss bzw. Progenie mit der flachen Seite nach oben einsetzen soll. Wegen Problemen am Weisheitszahn konnte ich eine Woche lang sowieso keinen K3F einsetzen :/
Wenn der Zahn wieder Ruhe gibt, werde ich dann wieder anfangen, mich an den neuen K3F zu gewöhnen. Wenn ich den regelmäßig benutze, habe ich nämlich auch keine Hüftbeschwerden mehr, so schräg sich das auch anhören mag.

Zum Aqualizer noch: Für mich ist er eine wertvolle Ergänzung, da ich ihn ab und zu tagsüber zur Entspannung der Muskulatur einsetzen kann und das selbst wenn der Weisheitszahn Probleme macht. Allerdings verliert er nach ein paar Wochen an Wasser, vor allem wenn man ihn so selten im Mund hat wie ich. Außerdem ist er laut einigen CMDlern nicht langfristig einsetzbar, weil die Gefahr besteht, dass die Backenzähne zu stark nach innen gepresst werden.
Auch liegt der Aqualizer bei mir wegen meinem oberen Eckzahn nie symmetrisch im Mund. Ich weiß nicht ob es daran liegt oder nicht, aber nach nur 30 Minuten habe ich einen völlig anderen asymmetrischen Bisskontakt.
Laut Hersteller ist der Aqualizer auch geeignet, um überhaupt erstmal festzustellen, ob Beschwerden wie Kopfweh vom Kiefer ausgelöst werden. Im Gegensatz zum K3F ist der Aqualizer also eher als Übergangslösung gedacht, nicht jedoch, um langfristig Zähne zu bewegen.

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 11. Feb 2017 17:10

Wir haben jetzt ein Loch reingemacht, allerdings ging das nur sehr klein, da der Zahn ja recht hoch steht und das Lippenschild nicht sehr hoch geht. Ansonsten wäre das gleich ausgerissen. Der Eckzahn geht jetzt einfacher rein, aber so richtig optimal ist es noch nicht.
Das starke Zittern im m.masseter ist wieder weggegangen. Ich habe dazu das Schmerzöl benutzt und tagsüber einen Aqualizer als Ergänzung benutzt.
Ich werde demnächst mal einen näheren Vergleich zu K3F und Aqualizer einstellen.

Re: K3F bei weit vorstehendem Zahn

Beitrag von ruebezahl » 7. Feb 2017 19:22

Hallo schnell Juliane,
ja, die Fertigteil-Hersteller leisten ganze Arbeit: Marketing, Medien, Fachverbände, Hochschulen, Kurse, Krankenkassen …

Eckzahn hebt den Oberkiefer aus dem K3F:
mach am besten dort, wo der Eckzahn die Wandung des K3F am stärksten wölbt, mit einer Lochzange ein glattrandiges Loch. Dann sollte diese Stelle lockerer anliegen. Weniger empfehlenswert wäre, dort weiträumig eine Scharte zu schneiden, weil dann beiderseits die verbliebene Wandung zu wabbelig sein könnte.

Grundproblem Verspannungen: wo du die hast, weißt du besser als ich.
Die genannte endständig erhöhte Individual-K3F-Variante löst jedenfalls Muskelreize aus, die Kiefer frontal zu schließen. Wodurch die Kiefer in der Wachstumsphase durch die Muskeln „vorn zusammengebogen“ werden. Derart funktionierte nämlich auch der Federbügelaktivator (Sander-1-Gerät gegen offenen Biss, eigentlich ein Doppelplatten-Gerät).

Gipsmodelle: kann man von manchen Zahnärzten kriegen. Oder die Abdrücke im Selbermacher-Verfahren, ich hätte alles da zum Verschicken, und gipse sie dann aus.

Soweit für diesmal,
Larissa

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 7. Feb 2017 15:34

Hallo Larissa,

schade zu hören, dass sich deine Wohnsituation noch nicht entspannt ist. Drücke dir weiterhin die Daumen;)

"Bei deinen Grundproblemen sollte man damit aber vorsichtiger sein." Was meinst du damit? In den letzten Tagen hat sich mein m.masseter leider oft so etwas verkrampft und ich habe sehr sehr viel mit den Zähnen geklappert, ich befürchte der ist gerade überansprucht wie bei einem Sportler auch Muskeln zittern können. Deswegen habe ich jetzt auch so ein pflanzliches Schmerzöl darauf getan, was sehr schnell funktioniert hat. Deswegen habe ich den K3F jetzt eine Nacht aussetzt, damit sich die Muskeln etwas erholen können. Ich würde ihn dann aber wieder benutzen, weil morgens meine Mittellinienverschiebung geringer ist (aber auch der offene Biss stärker, weil ich nur auf einem 3er bzw. 4er Kontakt habe). Klingt das für dich plausibel?

Der Schneidekanten der oberen 1er und 2er berühren den K3F nur dann in der vorgesehenen Rille, wenn ich bewusst zubeiße. D.h. im Schlaf rutschen die ein paar mm höher, da der Eckzahn vielleicht den ganzen OK aus dem K3F hebelt.
Der UK bleibt wo er sein soll und ich komme jetzt leichter mit Zahnseide zwischen den 1ern und 2ern durch aber es ist kein sichtbarer Unterschied.

Bei mir wurden in den letzten Jahren keine Modelle mehr gemacht, da meine Behandlung ja abgebrochen wurde. Müsste ich dann da beim ZA fragen, wegen Gipsmodellen? Oder wie meinst du das?

Zum Thema "ganzheitliches Pendulum" kann man ja sagen, dass ich ja auch Schmerzen am ganzen Kopf hatte und bis in die Hüfte runter und auch meine ganzen Hobbies nicht mehr ausüben konnte und meine ganze Lebensfreude verloren habe. Das kommt nur auf die Definition des Wortes an XD.
Wenn ich jetzt Leuten erzähle, dass ich dann nach KFO schauen möchte, der mit losen Spangen noch in meinem Alter arbeitet, werde ich immer ganz verdutzt angeschaut. Bei uns zumindest sind lose Spangen nach dem Wachstum überhaupt nicht bekannt. Mir wurde ja schon mit 11 glaubhaft gemacht, dass das nicht mehr geht. Da kannst du noch sehr viel Informationsarbeit leisten;)

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Thema Progenie in meinem Alter mit losen Spangen eben ein risikoarmer Versuch. Irgendwo habe ich gelesen, dass der Kiefer noch bis Mitte 20 irgendwie beweglicher ist, dann hätte ich da ja noch Chancen. Die Möglichkeit der OP gibt es ja, falls alles andere nicht geklappt hat, immer noch.
Reine Zahnverschiebungen müssten aber noch gut möglich sein nach dem Wachstum, wie ich in einem Telefonat mit dem KFO-Labor Soenghen erfahren habe. Richtig?

Grüße
Juliane

Re: Erfahrungsbericht Progenie-K3F zur Linderung

Beitrag von ruebezahl » 6. Feb 2017 23:10

Hallo Juliane,
danke für deine Berichte, und sorry für meine wenige Forum-Aktivität in letzter Zeit, aber ich kämpfe in diesen Wochen mit argen Wohnsituation-Problemen und der Suche nach einer besseren Bleibe.

Eine individualisierte K3F-Variante, die verstärkt gegen offenen Biss wirkt, lässt sich herstellen, indem man die Mittelebene endständig erhöht (Gipsmodell erforderlich). Dies löst Muskelreize aus, die dem offenen Biss entgegenwirken. Wie so oft wirkt es besser in der Wachstumsphase, aber ich habe einen erwachsenen Nutzer dieser Variante.
Bei deinen Grundproblemen sollte man damit aber vorsichtiger sein.

Oberkiefer rutscht nachts raus?
Eine Besonderheit des K3F vom Progenie-Typ ist, dass sein oberer Lippenschild relativ flach ist. Also nicht wie die tiefreichenden Oberlippenschilde des zur Progenie-Frühbehandlung altbewährten Funktionsregler 3 nach Fränkel.
Den oberen Außenrand eines individualisierten K3F zu vertiefen wäre machbar.

Im Übrigen ist ein Pendulum ein schändliches Bracketspangen-Peripheriegerät und hat in echter (!) ganzheitlichen Kieferorthopädie nichts verloren. Crozat- oder Aktive-Platten-Könner brauchen solche Quälteufel nicht. Aber leider finden sich viel mehr Ganzheitlich-Blender als echte Könner.

Aufgeriebene Grüße,
Larissa

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 5. Feb 2017 16:08

Nachtrag:

Morgens habe ich derzeit nur Kontakt zwischen dem eingeordneten Eckzahn im OK und dem entsprechenden Prämolar im UK, vielleicht liegt die Bissöffnung daran.

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 5. Feb 2017 14:55

Hallo Forum,

Der K3F sorgt bei mir leider für eine etwas lästige frontale Bissöffnung, bei der ich noch nicht weiß, woher die kommt, oder wie ich diese beheben kann. Der OK rutscht nachts zwar nicht mehr ganz so stark aus der Schiene aber immer noch etwas. Gehört das so?

Der Kopfbiss bzw. die leichte Progenie sieht durch den offenen Biss auch etwas schlimmer aus, ich habe aber überprüft, ob sich in dieser Richtung etwas getan hat und der Kopfbiss hat sich nicht verändert, zumindest nicht in einem für mich messbaren Bereich.

Trotzdem ist mein zwischenzeitliches Fazit für den K3F überwiegend positiv, ich habe nämlich folgende Effekte festgestellt, die u.U. damit zusammenhängen
- keine Hüftschmerzen mehr (ich hatte während der Pendulum-Behandlung bereits Hüftschmerzen bekommen und vor zwei Jahren oder so wieder)
- kein Kiefergelenksschmatzen beim Essen (das trat seit der Pendulum-Behandlung gelegentlich auf)
- kein Häutchen (unbekannten Ursprungs), das ich morgens früher immer ausgespuckt habe.

Ich möchte den K3F derzeit noch nicht wieder tagsüber häufig tragen, da ich Angst habe, dass sich mein Biss weiter öffnet. Außerdem spüre ich, wie es in meinem rechten Kiefergelenk und Wangenknochen heftig rumort. Manchmal kommen da plötzlich Schmerzen auf, die sich aber anders anfühlen als die Kiefergelenksschmerzen von früher. Ich hoffe mal, das ist eine Art zurechtruckeln, da das KG auf dieser Seite ja deutlich spürbar nach außen steht.

BTW: Ich habe in letzter Zeit recht viel recherchiert über das Für und Wider von festen Zahnspangen und insbesondere für die Anwendung des Pendulums. Ich war erschrocken zu lesen, dass das Pendulum normalerweise nur angewendet werden darf, wenn die Weißheitszähne entfernt wurden. Meine ehemalige KFO, von der ich mittlerweile ausgesprochen wenig halte, wollte aber als ganzheitlichen Ansatz die WHZ erst nach Abschluss des Wachstums und nach Behandlung mit Pendulum und Co entfernen lassen. Das Pendulum hat bei mir nur den Eckzahn auf der rechten Seite eingeordnet, und genau dort habe ich jetzt stärkere Probleme mit dem Kiefergelenk. Interessant.

Re: Erfahrungsbericht K3F

Beitrag von JulianeV. » 20. Jan 2017 20:58

Teil 4 meines Erfahrungsberichts

Ich benutze den K3F zurzeit fast jede Nacht, tagsüber aber nicht mehr, da ich das Gefühl habe, dass es sonst meiner Mundmuskulatur und dem Kiefergelenk zu viel wird. Teilweise spüre ich auch leichte Schmerzen in den Kiefer, wo ich jetzt hoffe, dass sich etwas dauerhaft verändert. Die Zähne sind morgens weiterhin druckempfindlich, vor allem im UK, da der OK eh oft nachts rausrutscht.
Letzte Woche war ich beim Zahnarzt. Jetzt habe ich 5 Jahre ohne Karies voll.JUHU!!!!!
Leider habe ich immer noch häufig stechende Schmerzen im Kiefergelenk und öfters Kopfschmerzen und zittere, wenn ich mich jetzt wieder vermehrt an die Zeit damals erinnere. Mein Zahnarzt meinte, ich könne es mit der Schiene versuche, er kennt viele Patienten, die Schienen tragen auch wegen Problemen mit Halswirbelsäule, Kopfschmerzen etc. Er bot auch an, eine individuelle Schiene zu machen für die asymmetrischen Kiefergelenke, falls es mit dem K3F nicht funktionieren sollte.
Mein Biss hat sich seit Beginn ein klein wenig geändert. Am auffälligsten ist, dass sich der Biss vorne leicht geöffnet hat, ich sehe jedoch weder eine Verlängerung noch Kippung der Zähne, wenn ich das richtig beurteile. Das muss ich mal weiter im Auge behalten. Positiv ist, dass mein Biss symmetrischer ist, d.h. ich mit den Backenzähnen links und rechts jetzt etwa gleichzeitig Kontakt bekomme, was vorher nicht ganz der Fall war.
Wegen den Kiefergelenksproblemen werde ich kommende Woche zum ersten Mal Akupunktur testen, ich will ja nicht zu oft Schmerzmittel nehmen.

LG Juliane

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