Weigerung auf Kassenbasis abzurechnen

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Weigerung auf Kassenbasis abzurechnen

Beitrag#1von Michael » 23. Nov 2007 11:00

Wir haben ein großes Problem.
Unsere 11 Jährige Tochter benötigt ein Spange.
Bis jetzt haben wir sechs KO´s besucht.
Alle haben eine Kassenzulassung und alle haben die Behandlung auf Kassenbasis abgelehnt.
Wir können uns aber die Kosten einfach nicht leisten.
Die Begründungen waren durchweg fadenscheinig und durchsichtig.Meine Frau sollte regelrecht zur Unterschrift genötigt werden und die KO´s verhielten sich wie Draculas Nachkommen.
Ein KO sagte ganz klar, daß Sie es mit Ihrer Tochter überall probieren könnte, Sie würde bei keinem KO auf Kasse abrechnen können.
Bei der Frage warum das so ist, verweigerte er die Auskunft.
Vier Leute von zwei Krankenkassen haben uns bestätigt, daß jeder KO mit Kassenzulassung unser Kind auf Kassenbasis behandeln muß,sofern die Behandlung notwendig (3,4,5) ist.
Kein KO wollte uns sagen, in welcher Stufe unsere Tochter ist.
Alle schoben nur einen Kostenvoranschlag mit Einzugsermächtigung über den Tisch, einer wollte sogar ohner Rechnung(Schwarz) arbeiten. Das wäre 25% Billiger!
Ich schäme mich, in einem Land zu leben, in dem ÄRZTE!!! ein solches verhalten an den Tag legen.
Die Kasse hat uns jetzt noch vier KO´s in unserer Nähe genannt und wenn die sich auch weigern, sollen wir uns melden, da dann die Kassenärztliche Vereinigung eingeschaltet werden muß.
Ich habe kein Mitleid mehr mit jammernden Ärzten, nachdem was wir erlebt haben, inklusive Drohungen daß unser Kind wegen unseres Geizes häßlich werden wird und absolut unmöglichen Versuchen meine Frau über den Tisch zu ziehen (Unterschreiben´s mal schnell!!!), uvm.
Ich hoffe, daß irgendwann jemand diese Leute zur Verantwortung ziehen wird.

Gruß
Michael
Michael
 

Voll im Kartell !

Beitrag#2von ruebezahl » 24. Nov 2007 14:22

Hallo Michael,
Überlegungen zu wirtschaftlicher Kieferorthopädie gab es von verschiedenen Ärzten (Nord, Bimler – siehe Fallbeispiele-Kapitel, Stockfisch, ...) in der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Aber in der folgenden Ära der gefüllten Kassen wurden die Behandlungen routinemäßig verteuert. Töpfe mit Geld locken immer Haie an. Absahner, die das Mit-teuren-Kanonen-auf-Spatzen-schießen verbreiten. Und jetzt werden die Töpfe leerer, aber diese alten wirtschaftlichen Konzepte sind landläufig vergessen ...
Dass Vorbeugen besser als Heilen ist, ist auch ein alter Hut, wird aber nur punktuell umgesetzt. Oder dass man zumindest nicht bis zur Verschlimmerung warten sollte. Hiermit könnte die Gesundheit verbessert und dabei gespart werden. Aber das passt den einflussreichen Pharma- und Medizintechnik-Herstellern natürlich nicht, einschließlich Herstellern von festen Spangen. Das Medizinsystem ist verfilzt wie sonstwas, und so gibt es auch kein Gesundheitssystem-Musterland! Mehr hierzu findet sich im Kapitel
http://www.sanfte-zahnklammern.de/downl ... loads.html
unten: die Kostenspirale bei der Wurzel packen.

Konkret gelten 80% der Zahn- und Kieferfehlstellungen als erworben. Seit wann etwa hat deine Tochter welche Fehlstellung?
>Kein KO wollte uns sagen, in welcher Stufe unsere Tochter ist.
++ Wäre es Stufe 1 oder 2, dann wäre klar, dass die Kasse nicht zahlt. Aber geschlossene Kartelle kommen gebietsweise vor. Bei einem hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) dann einen KFO zum Auf-Kasse-behandeln aus der Slowakei geholt und den Kartellierern vor die Nase gesetzt. Während ich anderswo gelesen habe, dass es deutsche Krankenhausärzte nach Finnland zieht, wegen der geregelten Arbeitszeit, aber dass es wiederum finnische Medizintouristen zu ausländischen Ärzten zieht.
Auch von kieferorthopädischer Schwarzarbeit habe ich schon gehört, allerdings in Österreich. Und Eltern ein schlechtes Gewissen einreden, wenn sie nicht privat zahlen, ist auch nicht neu. Da gibt es regelrechte Verkaufstrainings, vergleiche dazu in diesem Forum das Thema Privatleistungen-Verkaufstraining für Zahnärzte http://zahnspange.siteboard.eu/ft86-privatleistungen-verkaufstraining-fuer-zahnaerzte.html

AAAALSO, WAS TUN? Wie weit habt ihr es bis ins nächste Bundesland (=Kartell-Grenze)?
Mailt mir mal euren Einzugsbereich, ich gucke mal, was meine Weiße Liste hat.
Ansonsten nicht Schwarzer Peter spielen, sondern z.B. die Gesuchsplattform Arzt-Preisvergleich samt meiner neuen Muster-Gesuche und Anleitung probieren
http://www.sanfte-zahnklammern.de/start ... tipps.html
oder die Kaukraft Kiefer-Former in 4 Typen mit 4 bis 8 Größen in meiner grünen Rubrik, die in Prinzip auch zur Selbsthilfe tauglich sind:
http://www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html
Sie wirken bei Fehlstellungen im Entwicklungsstadium verlässlicher als bei voll manifesten, aber es kommt auf Art und Schwere an. Eng- und Drehstände bei 11-jährigen könnten bei geduldiger regelmäßiger Anwendung durchaus gebessert werden. Dagegen wäre bei völlig verkeilten Zähnen der entsprechend gezielte Ansatz der Kräfte, die hier letztlich umgelenkte Kaukräfte sind, nicht gegeben.
>Ich hoffe, daß irgendwann jemand diese Leute zur Verantwortung ziehen wird.
++ Druck über die KZV könnt ihr versuchen, aber ehrlich gestanden halte ich es für unwahrscheinlich, solche Draculas zu einer körperverträglichen Behandlung auf Kasse zwingen zu können. Obwohl sie technisch durchaus möglich wäre, angefangen beim so-wie-früher. Fast meine ganze Seite handelt davon, und spezielle Praxen, die dies noch können, florieren davon. Viel verbreiteter ist jedoch, Kassenleistungen mutwillig auf Brutalbehandlungen zu beschränken und solche Abschreckungsmittel aufzufahren wie z.B. in den Themen dieses Forums
Headgear, Distal Jet oder Extraktion? ERPRESSUNG! http://zahnspange.siteboard.eu/ft34-headgear-distal-jet-oder-extraktion-erpressung.html oder
Mit Headgear oder Pendelapparatur / Pendulum erpressen-statt... http://zahnspange.siteboard.eu/ft22-mit-headgear-oder-pendelapparatur-pendulum-erpressen-statt.html
In diesem Sinne, helft euch selbst, dann hilft euch ....
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