Spätfolgen des gewöhnlichen In-Form-Zwingens (SCHWEIZ)

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Spätfolgen des gewöhnlichen In-Form-Zwingens (SCHWEIZ)

Beitrag#1von ruebezahl » 27. Jul 2007 13:35

von: hordeotech, 14 März 2006
Liebe Leser,

Fälle wie der folgende kommen heute auch in Österreich, Deutschland, Frankreich, England oder anderswo vor. Obwohl ich mal jemanden in Zürich rechtzeitig umgeleitet hatte, dem sonst ähnliches gedroht hätte.
Inzwischen ca. 25 Jahre alt und leidet bereits unter zähneknirschen und Verspannungen der Kiefer, die bis auf die Wirbelsäule übergreifen. Nach fachärztlicher Untersuchung dadurch hervorgerufen, dass die Haltung, in die der Kiefer beim Zusammenbeißen geführt wird, zu sehr von seiner natürlichen Haltung abweicht.
Oder anders gesagt, die Verzahnung passt nicht zu den Funktionsabläufen.
Wahrscheinlich deshalb nicht, weil die Zahnbögen in der Jugend mit festen Spangen in eine zu künstliche Form gezwungen wurden. Nicht nur, dass dabei oft Fertigdrähte in Einheitsform und Einheitsgröße eingesetzt werden, sondern in diesem Fall kam auch noch ein Headgear zum Einsatz, um den Oberkiefer nach hinten zu zwingen. Obwohl die meisten Überbisse nicht durch Vorstehen des Oberkiefers, sondern durch Rücklage des Unterkiefers kommen.

Eine ähnlich hohe Gefahr, dass die Zahnbögen allzu widernatürlich deformiert werden, droht übrigens auch nach Zähneziehen für feste Spangen.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass widernatürliche Umformungen auch mit herausnehmbaren Spangen schon vorgekommen sind, aber sehr selten. Und dass auch Fehlstellungen, die sog. Zwangsführungen des Bisses verursachen, zu solchen Beschwerden führen können. Und dass einige Könner mit festen Spangen die Kieferfunktionen berücksichtigen, aber voraussetzen bei jedem Kieferorthopäden, der feste Spangen einbauen will, sollte man das nicht!
Also, bei falscher Bisslage besondere VORSICHT damit!

Zurück zum Fall, hier hätte ein FKO-Gerät (Auswahl unter >Diverse Spangen > Teil B) damals wohl besser geholfen, weil es allein durch Umverteilung der Mundmuskel-Kr?fte wirkt. Da diese den Regelkreisen des Patienten unterliegen, gibt es Hilfestellung zum Gesundwachsen.
NUR sind FKO-Geräte kaum mit festen Spangen kompatibel! Oder andersherum, hier hat eine ausschließlich-festsitzende Behandlung zur Schlechtbehandlung von Kiefer-Fehlstellungen geführt.

Und was jetzt? Erstmal die Meinung eines Ganzheitlichen einholen ...
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Zahnwurzel-Verkürzungen erschweren Wurzelfüllungen erheblich

Beitrag#2von ruebezahl » 27. Jul 2007 13:36

von: hordeotech, 14 März 2006
Liebe Leser,

neulich las ich von den Schwierigkeiten, die Wurzelfüllungen in maroden Milchzähnen bereiten. Besonders, wenn deren Nachfolger schon die Milchzahn-Wurzeln angelöst haben. Dieses „Entspitzen“ der Wurzel erweitert die Nerv-Austrittsöffnung. Und eine Wurzelfüllung muss die Wurzel passgenau ausfüllen, darf aber nicht durch deren Öffnung in den Knochen austreten (das gibt Entzündungen).

Nun können solche Wurzel-Verkürzungen auch durch feste Spangen hervorgerufen werden, selbst bei sachgerechter Anwendung. Schmerzen sind ein Warnsignal. Das heißt, wenn später irgendwann eine Wurzelfüllung nötig würde, dann hat man davon schlechte Karten!

Zurück zu durchgefaulten Milchzähnen: die kann man am einfachsten als tote Ruine offen lassen, bis der bleibende Zahn kommt. Ich hatte damals, als Milchzahn-Pflege noch nicht viel Stellenwert hatte, auch so einen Gammel-Zahn (unterer 5er), das hat seinem Nachfolger nicht geschadet. Auch wenn heute manchmal anderes behauptet wird, um aufwändigere Behandlungen anzudrehen.
Was dagegen nach vorzeitigem Ziehen ebendieses Zahnes passieren kann, könnt ihr hier folgend gut besichtigen (aus meinem Fallbeispiele-Kapitel). Stammt von einem Privatpatienten bei einem idealistischen Zahnarzt ? so ein Glück hat nicht jeder.
Zahnkarambolage, wird aufgeräumt mit Crozat
http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallb ... allel.html
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