iatrogener Zahnkontaktverlust der Prämolaren

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iatrogener Zahnkontaktverlust der Prämolaren

Beitrag#1von aiuto » 14. Mär 2011 21:17

Guten Tag Hordeotech

Ich bin momentan in der Endphase der Multiband-Behandlung meines Tiefbisses. Zu Beginn der Behandlung wurde mir der UK bis zum 5er verdrahtet, um eine aktive Extrusion der Prämolaren zu erreichen. Ein Jahr später habe ich im OK meine Brackets bekommen, abermals bis zum 5er. Im OK wurde mir der Zahnbogen mittels Spange verkleinert, wodurch ich den Kontakt mit meinen Prämolaren verloren habe und nunmehr nur noch mit meinen Molaren, die offensichtlich passiv elongiert sind, Kontakt habe. Zwischen den 4er fehlt mir nun aber bestimmt noch 1mm und mein KFO will mir weismachen, dass sich die Prämolaren von alleine einsatteln würden. Bei meinen Molaren mag dies wohl der Fall gewesen sein, aber meine Prämolaren im UK wurden ja bereits aktiv extrudiert, werden die wirklich von alleine ihren jeweiligen Antagonisten wiederfinden?

Liebe Grüsse
aiuto
 

KFO auf Wachstumskurs: Kinder, Erwachsene, Zweitbehandlungen

Beitrag#2von ruebezahl » 15. Mär 2011 15:16

Auweia Aiuto,
Ausstieg jetzt!

Lass den Schrottreaktor in deinem Mund abwracken und wechsel zu sauberer, nachhaltiger Technologie, um einen gesunden Biss zu erreichen!
Für Adressen mail oder ruf mich an, für realistisches Selbermachen des letzten Millimeters s.u.

Denn Tiefbiss, Deckbiss und offener Biss sind Fehlstellungen mit vertikaler Komponente. Zu ihrer Behandlung in der Wachstumsphase ist Funktionskieferorthopädie (FKO) den Bracket-Spangen klar überlegen, Sammlung unter http://www.sanfte-zahnklammern.de/spang ... isteb.html
Ich spreche hier aus Erfahrung.
Meine Prämolaren sind mit so einem Doppeldecker locker 4 mm nachgewachsen, und wurden dabei zueinander passend gelenkt. Zugleich wurden die Kiefer längs in die richtige Bisslage gebracht.

>Ein Jahr später habe ich im OK meine Brackets bekommen
++ So ein langes Elend!
Binnen 2 Jahren ermöglicht FKO dem Körper die Heilung, sogar in diesem Spätfall einer 17-Jährigen, die wohl noch nicht ausgewachsen war: http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallb ... tor17.html
Es ist OBERSCHEISSE, wenn dieses Wissen heute verkommt, und auch das über die aktiven Platten, weil Fertigteil-Hersteller üppig an Fertigteil-intensiven Methoden verdienen und diese in den Fachverbänden und an den Fakultäten entsprechend promoten.
Gesundwerden ist dabei nicht nur aus dem Sinn geraten, sondern instabile Ergebnisse des In-Form-Zwingens werden offenbar taktisch in Kauf genommen, weil auch Zweitbehandlungen profitabel sind.
Als die kinderreichen Jahrgänge durch waren, wurde der Markt der Erwachsenen-Kieferorthopädie erschlossen und entsprechend aufgerüstet. Nun integriert die Branche zum weiteren Wachstum offenbar das, was man bei Konsumgütern „geplanten Verschleiß“ nennt. Nur dass es hier der Patient ist, der verschlissen wird.

Auch wenn man ohne Nostalgie nüchtern feststellt, dass 14/24 h Doppeldecker tragen im ausgebuchten Arbeitstag heutiger Kinder und Jugendlicher nur noch selten realistisch sind, gibt es FKO-Lösungen:
1)
Verbesserte, unkomplizierte Doppelplatten gegen Rückbisslagen, auch bei Tiefbiss: http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallb ... /stab.html oder für den umgekehrten Fehlbiss http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallb ... p/rdp.html (möglichst frühzeitiger anzuwenden)
2) Tragezeit-reduzierte Doppeldecker.
NEIN, nicht jene mit Headgear-Verstärkung. Sondern mit Kaugummieffekt statt starr. Sie wurden in Europa in der Not der Nachkriegszeit entwickelt, als Behandlungsmaximierung einfach nicht drin war, und sie kommen mit nachts und stundenweise tagsüber Tragen aus. Z.B. http://www.sanfte-zahnklammern.de/fallb ... ler_2.html oder die bei mir erhältlichen http://www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html (zu Fallbeispielen weiterhangeln), die auch Selbsthilfe ermöglichen.
Soweit für´s erste,
Rübezahl
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RE

Beitrag#3von aiuto » 15. Mär 2011 19:36

Mmh das Problem ist, ich bin bereits 22 Jahre alt, da besteht bedauerlicherweise kein Wachstum mehr. Ich habe mich relativ spät in Behandlung gegeben - aus Kostengründen. Ich bin mir halt nicht sicher, ob sich mein Biss jemals von alleine wieder einsatteln wird... Derzeit ist mein Biss nämlich äusserst unangenehm! Ich hab mir die Kieferorthopädie ehrlich gesagt vor der Behandlung als etwas professionelles erachtet, was ich momentan nicht mehr behaupten kann...
aiuto
 

Vertikale Klaffstellen im Biss

Beitrag#4von ruebezahl » 16. Mär 2011 21:09

Nochmal hallo Aiuto,
das ist in der Tat individuell unterschiedlich, ob der Biss sich mit 22 noch einebnet.
Ein Kaugummieffekt-Gerät könnte dabei helfen, indem es den Stoffwechsel im Zahnhaltegewebe anregt und evtl. erlaubt, die Frontzähne ein Stück hinein zu kauen (zu intrudieren). Dann sollten die Seitenzähne ja weiter zusammen kommen.
In der DDR hatte das Bimler-Deckbissgerät (B-Gerät) zur Erwachsenenbehandlung eine gewisse Verbreitung, obwohl es kniffliger als die anderen Bimlers war. Ein K3F (s.o.) aus Silikon in passender Größe ist dagegen leicht bei mir zu beziehen.

Falls alles nichts hilft, gibt es ähnliche Klaff-Probleme bei Leuten, die sich durch Knirschen oder Alter die Kauflächen abgenutzt haben. Hier helfen Zahnärzte mit künstlichen Kauflächen (Onlays).Falls keine Kassenleistung, dann evtl. mehrere Angebote einholen.
Kaukräftige Grüße,
Rübezahl
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