Frankreich: Herbstscharnier-Quadhelix/-GNE-Folter ab 8 Jahre

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Frankreich: Herbstscharnier-Quadhelix/-GNE-Folter ab 8 Jahre

Beitrag#1von ruebezahl » 27. Jun 2008 16:42

Au weia! Unter
www.orthodontie-fr.com/modules/news/art ... storyid=49 (viele Bilder) jagt gerade jemand auf dem Fleisch und den Knochen 8- bis 11-jähriger Kinder Geschwindigkeitsrekorden in der olympischen Disziplin der Bisslagekorrektur nach!
Jene Seite zeigt anderswo, in den Fotogalerien, zwar auch vielerlei herausnehmbare Herbstscharniere.
Aber in diesem Artikel wird fest Eingebautes propagiert, auch wenn die Opfer kooperativ und mitnichten pubertierende Jugendliche sind.
Dass die Eltern sich sorgen, wenn ihr Kind 2 Tage nichts essen kann, weil die gestreckten Muskeln weh tun, die Wangen wund sind und die gewohnten Kaubewegungen durch die Apparatur versperrt sind. Aber die schnelle Wirkung in diesem Alter ist einfach geil!
Bei schmalem Oberkiefer wird die Kombination mit Gaumennahtsprengung (nicht auf Original-Gipsmodell gezeigt) oder Quadhelix empfohlen.

Die Opfer im einzelnen:
11-jähriges Mädchen, bleibendes Gebiss:
Erst 12 Monate Herbst-Folter, und dann nochmal so lange weiter mit Bracket-Spange (nicht gezeigt).
9-jähriger Junge mit lutschoffenem Biss. Die Quälerei ist hier noch nicht abgeschlossen, Logopädie (wegen rest-offenem Biss) und feste Spange sind im Anschluss geplant.
Dabei hat er sich als Erstes die Lutscherei gehorsam abgewöhnt, so dass er bestimmt auch eine Herausnehmbare ...
Stattdessen ist ihm nicht nur eine Quadhelix in den Mund gebaut, sondern grobschächtige, mindestens 5 mm lange Schrauben stehen ihm auf der Höhe seiner unteren Eckzähne in die Wangen heraus.
Dass die sich nicht nur theoretisch ins Fleisch graben können, zeigt das nächste Opfer:
8-jähriger Junge, Schmalkiefer, keine Lutschgewohnheiten. Gleiche Misshandlung mit Herbst plus Quadhelix. Er wird nach 3 Wochen des Leidens mit anhaltenden Schmerzen in die Praxis gebracht. Dort bekommt er 1 kg Wachs und einen herausnehmbaren Schutzschild zum Überstülpen.
Dadurch wird die Wunde natürlich nicht entlastet. Sondern er kommt nach weiteren 3 Wochen mit großen eiternden Geschwüre in der Wange und mit äußerlich sichtbarem Ekzem wieder. So weit musste es kommen, damit er von diesem Marterinstrument befreit und es durch einen 14/24 Stunden zu tragenden Position Trainer ersetzt wurde. Nach 8 Monaten damit sind Bisslage und Oberkieferbreite weitgehend verbessert, aber zum Abschluss und zur Retention ist der Trainer nachts weiter zu tragen.
Wie kommt es, dass ein Weißkittel 8-jährige Kinder ungestraft wochenlang quälen darf, um sich Was-auch-immer zu beweisen?
Wer es noch nicht kennt: hier ist mein Alternativen-Kapitel in 3 Sprachen und mitsamt Berichten von Opfern: www.sanfte-zahnklammern.de/alterna/alterna.html

Wer als Kind Opfer von Gewalt wird, hat es schwer, später nicht selbst gewalttätig zu agieren. Zu allem Überfluss sind die jüngeren beiden der obigen Opfer auch noch als ängstlich typisiert. Zur ganzheitlichen Kieferorthopädie würde dann gehören, ihren Charakter zu stärken.
Aber wenn ihre Münder misshandelt werden, und wenn sie dann als Erwachsene Ärger haben (und wer hat den nicht, ich bin z.B. während ich das jetzt schreibe ziemlich sauer!) und wenn sie dann an eine Waffe oder Sprengstoff kommen – dann könnten sie zu Amokläufern werden, deren Gewalt nicht zielgerichtet ist. Und dann fragen sich wieder alle, wie konnte das passieren?

In lodernder Wut,
hordeotech
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Kieferorthopädie in Dresden, Auswahl:

Beitrag#2von ruebezahl » 30. Jun 2008 08:20

Ei gucket mal, beim Durchmustern von Kieferorthopäden-Webseiten fand ich hier ein mittelalterlich-grobschlächtig aussehendes Herbstscharnier:
www.kfo-praxis-dresden.de/47/besondere_Leistungen.html
Interessantes Detail: der Abdruck ist von einem mit Brackets im Oberkiefer, die sich dann durch die Abdruckmasse gezogen haben. Aber einen Konstrukteur oder Zahntechniker, der Zahnersatz herstellen würde, der ebenso grobschlächtig wäre wie dies, den würde man wohl aus der Zunft rauswerfen.
Anvisierte Opfer dieser mittelalterlichen Konstruktion sind Jugendliche nach Wachstumsabschluss (sind Jugendliche schon voll ausgewachsen?) zur Vermeidung einer OP (ach, wie edel...), oder „wenn Ihr Kind seine Doppelspange nicht richtig trägt“. GEWALTBEREITSCHAFT von einer Anbieterin aus einer Fremdliste, die sich ganzheitlich nennt.
Echte Ganzheitliche sagen dagegen, Bisslagekorrektur mit dem Bionator klappt auch beim Erwachsenen noch manchmal, aber nicht immer.
Und in Dresden kenne ich immerhin eine andere Seite, wo es heißt: Auswahl und Möglichkeiten der Behandlungsmittel sind sehr groß und werden mit jeden Patienten gemeinsam individuell entschieden. Bleibt zu hoffen, dass das ohne rhetorische Manipulation abläuft...
Die Mini-Statistik von 16 durchmusterten Seiten aus jener Fremdliste:
4 sind einen Versuch wert,
6 haben zu wenig Info oder sind noch unfertig, und
6, vor denen man sich besser hüten sollte: nicht nur alle Arten Brackets, sondern Herbstscharniere, neumodisches Knochenpiercing und weiteres Brutal-Arsenal sind da in ganzheitliche Mäntelchen gewickelt.
Dennoch fällt so eine Statistik von KFO-Webseiten, die man aus dem Telefonbuch sucht, noch deutlich schlechter aus.
Soweit für diemal,
hordeotech
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11-jährige Opfer drohen auch in Deutschland!

Beitrag#3von ruebezahl » 16. Jul 2008 12:26

Liebe Leser,
dass das Herbstscharnier Jugendliche ab etwa 13 Jahre bedroht, inzwischen auch als Kassenleistung, ist leider überholt.
Dank der kräftigen Lobby für gewaltsame Behandlungsmethoden verbreitet sich diese Herbstscharnier-Pest auf die gleiche Weise, wie früher die Bracket-Spangen verbreitet wurden: erst für Spät- und Problemfälle, und dann nach und nach für immer jüngere Opfer, bei denen eine Behandlung mit sanfteren Mitteln technisch und psychologisch wirklich kein Problem wäre.

Gerade erreichte mich eine Anfrage, da wollte ein skrupelloser Weißkittel 790 Euro für unnötige Herbstscharnier-Quälerei einer 11-Jährigen abzocken. In so zartem Alter ist das zum Glück noch keine Kassenleistung, und immerhin hat er auch Herausnehmbare als zuzahlungsfreie Alternative – aber bestimmt nicht in dezenter Bauweise, und nominell 16/24 h zu tragen. Die Eltern haben aber bei anderen Kindern beobachtet, dass auch weniger tägliche Tragezeit reichen kann.

Also Augen auf, auch im Sommerloch!
Viele Grüße, hordeotech
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