Fertigteildreck gegen Progenie, Schrott in Frankreich u hier

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Fertigteildreck gegen Progenie, Schrott in Frankreich u hier

Beitrag#1von ruebezahl » 30. Apr 2009 17:46

Liebe Leser,
eine 9-Jährige war wegen Kreuzbiss, Schmalkiefer und Engstand mit Zähneziehen bedroht worden. Aber man könnte ja noch auf mehr Wachstum warten ...
Das gehemmte Wachstum zu fördern, wurde damals nicht vorgeschlagen. Nun ist sie 13, und im 2. Anlauf wurde ein Plan mit Gaumennahtsprengung („alles ganz schmerzlos“), 4 Zähne ziehen und >1000 Euro Zuzahlung erstellt, oder ohne Zähneziehen mit Damon-Brackets und >2000 Euro Zuzahlung (ist sowas eigentlich Nötigung?).
Zum Glück sind diese Leute bereit, nun etwas weiter zu fahren. Bis zu jemanden, der sich mit sanften Methoden im Spätfall auch ZEIT nimmt.

Schlimmer ist die Lage z.B. in Frankreich, schööön an der Atlantikküste – aber nicht schön für Kinder, wenn sie Progenie oder schmale Kiefer haben:
schon mit 5 Jahren wurden einem Mädchen dort feste Halter ins Milchgebiss eingebaut, um nachts eine Gesichtsmaske (Delaire-Maske, Außenspange) daran einzuhängen.
Damit waren die Kiefer zunächst in eine normale Lage gezwungen, aber mit 9 zeigte sich eine Rückfalltendenz. Ohne Diskussion wurde dann eine fertige Quadhelix aus der Packung genommen und eingebaut.
Jetzt mit 11 Jahren kam ein Wachstumsschub, der die Progenie wieder hervortreten ließ. Und ruckzuck wieder eine Quadhelix eingebaut, die die Progenie gar nicht beheben kann. Anschließend planen sie dort offenbar eine volle Bracket-Spange mit Gummibändern zwischen den Kiefern. Keine sichere Methode, aber wenn´s nicht klappt, kann man die junge Frau dann ja durch die Knochensäge schieben (Fotos im Verlauf des Themas http://zahnspange.siteboard.eu/ft100-kiefergelenk-schaeden-durch-delaire-maske-o-kopf-kinn-kappe.html ).
Außerdem zeigte sich noch, dass die oberen 2er nicht angelegt sind. Oben 2 Zähne weniger sind bei Progenie ganz schön kontrapruduktiv ...
Weil die Schnellbau-Orthodontistin so wenig Zeit für ihre Patienten hat, ist das Ziehen der Milch-Eckzähne zum Glück noch „liegengeblieben“. Mit etwas Glück – und vor allem mit einem vernünftigen Arzt! - könnte man die an die Stelle der fehlenden 2er schieben. Eine wenig profitable Lösung, die bei fixen Fertig(teil)methoden nicht vorgesehen ist.

Eher werden Kinder von klein auf zu dentalen Dauerpflegefällen gemacht.
Gedankenlos werden ihnen wohlfeile Fertigteile eingebaut, die in Frankreich die aktiven Platten und die FKO-Geräte schon ziemlich verdrängt haben und sie auch bei uns verdrängen. Nur wenige Tage vorher hörte ich von einer 10-Jährigen, die in Frankreich flugs, über den Schulzahnarzt vermittelt und auf Kasse, auch so einen Quadhelix-Quälteufel eingebaut bekam. Auch in Finnland scheinen Quadhelixes und Headgears gleichermaßen verbreitet zu sein.
Gerade habe ich mein Alternativen-Kapitel aktualisiert: www.sanfte-zahnklammern.de/alterna/alterna.html
Wie eine Quadhelix quält, steht knapp unterhalb der Mitte. Torturen von Gaumennahtsprengungen folgen ein Stück tiefer. Womit wir zum erstgenannten Fall zurückkommen und zum Zähneziehen.
Im Verlauf der Geschichte ist die Lehrmeinung der feste-Spangen-Orthodontie mehrmals zwischen Zähnezieh-Verbot und hemmungslosem Zähneziehen hin und her gegangen.
Auch in der europäischen herausnehmbare-Spangen-Kieferorthopädie gab es Zähneziehen, aber nicht so hemmungslos, weil es damit einfacher als mit festen Spangen ist, Platz zu gewinnen, aber schwieriger, große Lücken zu schließen.

Ich glaube, in den USA überlegen die es sich heute 2x, bevor sie Kindern gesunde neue Zähne ziehen. Weil ehrgeizige Rechtsanwälte dort verdammt gut verdienen können! Das hält dortige Hersteller aber nicht davon ab, sich am Export schädlicher Dinge und Methoden zu bereichern. Ähnlich, wie europäische Chemiefirmen Giftpestizide exportieren, die hierzulande längst verboten sind. Oder wie eine kanadische Firma dort Asbest gewinnt und exportiert.
In manchen Ländern behaupten sie ungeniert, sie hätten die Frühbehandlung erfunden (mit der Quadhelix, s.o.). Seltener, aber auch schon dagewesen ist die Behauptung, die Wirksamkeit jeglicher Funktionskieferorthopädie sei nicht erwiesen. Einem deutschen Zahnarzt müssen die das dermaßen eingeredet haben, dass der seine eigene Tochter, die eine Unterkiefer-Rücklage hatte, erst ihr Wachstum abschließen und dann einer verstümmelnden, entstellenden Zähnezieh-Behandlung unterziehen ließ. Der hätte fast 10 Jahre Zeit gehabt, um den Sachverhalt zu überprüfen! Ob sich die Vertreter, die das angerichtet haben, seitdem vor Lachen auf die Schenkel gechlagen haben?

Soweit für diesmal, hordeotech
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