Brutal-KFO-Einfallstor durch Zahnärzte, die kieferorthopädisch ignorant sind

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Brutal-KFO-Einfallstor durch Zahnärzte, die kieferorthopädisch ignorant sind

Beitrag#1von ruebezahl » 28. Jul 2014 12:46

Liebe Leser, vor allem die Eltern darunter!
Eine Ratsuchende fand es neulich enttäuschend und „erschreckend, wie sich der Mediziner hin zu einem Verkäufer entwickelt hat - gleichzeitig aber den Patienten dann nicht als König-Kunde behandelt sondern als unmündigen Patienten. Wenn wir schon auf einer Dienstleistungsebene angekommen sind, dann möchte ich auch als Kunde zuvorkommend behandelt werden. Wenn Sie verstehen was ich meine.“ Ja, z.B. bei meinem nicht-ärztlichen Kontaktlinsen-Anbieter fühle ich mich wie König Kunde.

Wie werden indessen Methoden, die brachial / invasiv / teuer sind, (nicht nur) in der Kieferorthopädie salonfähig gemacht?
Wo setzen die Lobbyisten der Hersteller wohl an,
die sich am In-Form-Zwingen der Kauleisten lebender Leute mit festen Bracket-Spangen und deren Zusatztechniken bereichern? Wie Außenspangen (Headgear, Delaire-Maske) und Gaumennahtsprengung (GNE), siehe unten, sowie festen Drahtelementen, Pendulum, Herbstscharnieren und heute gar noch „Knochenpiercing“.
In den 80ern haben sie den großen Markt in Deutschland, beginnend in Süddeutschland, und anderswo in Europa erschlossen, und begonnen, die einheimischen Methoden zu verdrängen. Fernsehen und Printmedien machten Brackets und Headgears salonfähig.
Um die Jahrtausendwende hatten sie den Markt dann weitgehend erobert.
Ratgeber der Stiftung Warentest billigen schmerzhafte GNE an 4-Jährigen (!!!) und Brackets an 7-Jährigen.
Und heutzutage wollen sie den letzten Tropfen Profit aus deutschen Kindern und Erwachsenen herauspressen. Parallelen zur Gier heutiger Konzerne nach anderen Ressourcen, und zu Raubbaumethoden zu deren Gewinnung drängen sich auf.

Die Fachgesellschaften wurden auf Kurs gebracht.
Und auf welche Weise die Patienten(-Eltern), noch bevor sie einen Kieferorthopäden aufgesucht haben?
In der Wolle gefärbte Mitarbeiter und Kieferorthopäden, diean Krankenkassen-Infotelefonen Dienst tun, hatten wir hier.
Massenmedien haben eine ganz andere Einschlagkraft. Nicht nur ganz offensichtliche Käseblätter, sondern auch Der Spiegel hat einem Feste-Spangen-Lobbyisten eine Plattform geboten, um Sachverhalte zu verdrehen.

Persönlicher ist es aber oft der Hauszahnarzt, der zum Kieferorthopäden schickt.
Auch wenn er nicht mit einem bestimmten verbandelt ist, wird es hier gefährlich, wenn jene Zahnärzte, die von Kieferorthopädie wenig wissen und wenig über ihre körperlichen Zusammenhänge denken, nachplappern, was Brutalmethoden-Vertreter ihnen vorkauen:
1)
Der Klassiker, gerade wieder gehört und im Sinne des Spiegel-Lobbyisten: wenn alle Milchzähne weg sind, braucht ihr Sohn eine Zahnspange (da er diesmal ein Spätzahner war, haben die Eltern gesucht und mich gefunden).
2) Ein 80er-Jahre-Beispiel, das hier hin passt: ein Zahnarzt, der eine umsatzstarke Großpraxis leitete (die selber aber keine KFO anbot), empfahl Headgear gegen Überbiss.
Ein alter Professor sagte mir mal, dass kieferorthopädische Kollegen ihm übelnahmen, dass er Allgemeinzahnärzten so einiges an „richtiger“ Kieferorthopädie zu lehren pflegte.
3) Ein Zahnarzt einer Dreierpraxis mit ansonsten informativer Webseite hat sich gar derart einreden lassen, dass Funktionskieferorthopädie Esoterik bzw. eine Irrlehre sei und nicht funktioniere, dass er seine eigene Tochter, die einen Überbiss hatte, nicht ursächlich und schmerzlos damit behandeln ließ. Stattdessen ließ er sie erst auswachsen und dann nach uraltem, verstümmeldem amerikanischen Rezept oben 2 Zähne ziehen und dann die Frontzähne gewaltsam nach hinten zwingen: Oberlippe wird eingedellt, Nasenwege gestaucht, fliehendes Kinn und schlechte Verzahnung bleiben, und durch Halbierung der Stützzone steigt die Gefahr von Kiefergelenks-Beschwerden.
Angesichts der gut verdienenden Anwälte drüben werden sie dort heute nicht mehr leichtfertig zu so einer krankmachenden Schrottmethode greifen ...
4) Jetzt der HAMMER der organisierten Veranwortungslosigkeit,
wieder von Ratsuchenden, sowie einem Fund in einem naiven Eltern-Forum (wo sind hier die Foren zum selber Denken und Handeln, wie es sie für Probleme mit technischen Geräten in Anbetracht heutiger Service-Wüsten so zahlreich gibt?):
Die unreflektierte, pauschale Behauptung, herausnehmbare Zahnspangen könnten Zähne nur kippen, wird nun sogar gegen Dehnplatten für kleine Kinder vorgebracht. Stattdessen soll ihnen bei zu schmalem Oberkiefer, der seitlichen Kreuzbiss nach sich zieht, der Gaumen gesprengt werden (natürlich „völlig harmlos“).
Während die Ratsuchenden eine Zweitmeinung von einem (leider anderswo praktizierenden) alten Kieferorthopäden bekamen, der für ihre 7-jährigen Zwillinge Dehnplatten empfahl, wirkt der Eintrag, mit dem eine Kieferorthopädin (!) ein Elternverdummungs-Forum infiltriert, verheerender:
sie macht bei seitlichem Kreuzbiss eine GNE, sobald die 6er da sind, da lose Spangen „die Zähne nur kippen würden.“
Eine Doktrin aus Teilen der Welt, wo Kieferorthopädie vor Abschluss des Zahnwechsels gar nicht üblich war?
Einzelne Gegenbeispiele werden da sowieso als „nicht repräsentativ“ vom Tisch gewischt. Aber auch diese schwedische Studie (Skandinavier stehen in dem Ruf, saubere Statistik zu treiben) geht denen offenbar am Arsch vorbei: Nachuntersuchungen im Erwachsenenalter, nach Quadhelix versus Dehnplatte, jeweils aus einer Klinik, die darin geübt ist, samt Kontrollgruppe. Das Ergebnis nach Dehnplatte erwies sich als dabei als stabiler. GNE war dort nicht dabei, sei es, weil teurer, sei es, weil sie dort nicht so schnell mit Kanonen auf Spatzen schießen.

FAZIT? Falsches wird durch Wiederholung nicht wahrer.
http://www.sanfte-zahnklammern.de/alterna/alterna.html Hier nochmal die Alternativen-Liste.
Dass sanfte Methoden keine alten Kamellen sind und im Endeffekt oft auch zügig gehen können, siehe Beitrag #4 von „kuki“ in http://zahnspange.userboard.org/izz-info-basis-fur-zwanglose-zahnspangen-hauptforum-f1/tiefbiss-modern-ausbeuten-oder-gesundwachsen-kiefer-former-t15.html
Soweit für diesmal,
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