Zähne werden wieder schief...

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Zähne werden wieder schief...

Beitrag#1von Kiwi » 28. Mai 2012 02:52

Hallo,

ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinen Zähnen.
2010 habe ich eine kieferorthopädische Behandlung abgebrochen, weil ich damals nicht mit den Behandlungsmethoden einverstanden war und mir keine Alternativen in Aussicht gestellt wurden.
Damals war ich 17.
Nun bin ich aber ("leider") 19 Jahre alt und meine Zähne haben sich verschoben.
Ich beiße zum einen komisch mit den Schneidezähnen aufeinander, sodass von einem oberen und einem unteren Zahn jeweils eine Ecke abgebrochen ist.
Naja, was heißt beißen? Sie "knallen" beim sprechen oft aufeinander.
Meine unteren Schneidezähne haben sich alle komisch nach links geneigt.
Ich stehe anscheinend permanent unter einer immensen Anspannung, was ich daran merke, dass ich meine unteren Schneidezähne den gesamten Tag lang richtig zwanghaft gegen die oberen drücke. Außderden presse ich oft genauso zwanghaft meine Backenzähne aufeinander.
Ich leider unter einigen psychischen Problemen und war bis vor kurzem in einer psychosomatischen Klinik; meine Anspannungen sind aber leider nach wie vor noch da.
Ach ja, ich kaue den gesamten Tag meine Wangen und Lippen ab und des öfteren leider auch meine Fingernägel.
Meine Fragen sind jetzt: Kann man da was machen? Ich habe halt einfach wahnsinnige Angst, dass meine Zahnfehlstellung immer schlimmer wird; aus ästhetischen sowie aus gesundheitlichen Gründen. Außerdem steigere ich mich jetzt schon so extrem hinein...
Ich weiß, dass die Krankenkassen eine kieferorthopädische Behandlung nicht mehr übernehmen, wenn man volljährig ist, außer das ganze läuft in Kombination mit der Kieferchirugie.
Ich bin ab dem Sommer wieder Schülerin, werde also nicht wirklich Geld haben...
Aber irgendwie kann es so doch auch nicht weitergehen. Weiß jemand, was man da machen kann? Soll ich einfach zu irgendwelchen Kieferorthopäden gehen und mich beraten lassen?
Vielen Dank schon einmal im Vorraus!
Kiwi
 

Schienentherapie beim Allgemein-Zahnarzt?

Beitrag#2von ruebezahl » 28. Mai 2012 13:17

Hallo Kiwigrün,
doch nicht zu irgendwelchen Kieferorthopäden.
War das damals In-Form-Zwingen?
Das ist bisweilen ungesund, für die Betroffenen jedenfalls. Nicht für die, die daran verdienen.

Jetzt gibt es wohl nicht DIE Lösung.
Nachts und daheim würde ja ein kostengünstiger K3F http://www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html schützen, und dabei die Zahnstellung bessern. Leider ist er arg klobig, um damit zu sprechen.
Ein Extrem-Knirscher hatte sich mal einen extra verdickten machen lassen, damit sich seine Muskeln die Fehlfunktionen abgewöhnen.

Ein Funktionsregler nach Fränkel könnte tagsüber schützen, ist sprachfreundlicher, aber eher für Kinder.
Oder beim Allgemein-Zahnarzt gäbe es wohl eine Wangenbiss-Schiene, als Kassenleistung, aber das ist keine Zahnkorrektur-Schiene.
Schiene und K3F im Wechsel zu tragen, wäre allerdings kontraproduktiv, da die Schiene die Zahnstellung hält und der K3F sie bessert. Fränkel und K3F im Wechsel vielleicht ginge eher, da der Fränkel kaum die Zähne fasst.

Hilfreich kann auch ein Bionator oder Biognathor von einem echten ganzheitlichen Kieferorthopäden sein, aber je nach Gegend eher teuer. Dabei Vorsicht mit dem Suchwort „ganzheitlich“, da drohen Fallen. Lieber mich nach Adressen fragen, Kontakt http://www.sanfte-zahnklammern.de/impre ... essum.html

> Ach ja, ich kaue den gesamten Tag meine Wangen und Lippen ab und des öfteren leider auch meine Fingernägel.
>Außerdem steigere ich mich jetzt schon so extrem hinein...

++ Ratschlag auf eigene Gefahr: mal so richtig abenteuerlichen Aktivurlaub machen, keinen vorgekauten, sondern auf eigene Faust, z.B. Hütten-Tour zu Fuß oder mit dem Rad. Da vergisst man dann, Wangen zu beißen oder Nägel zu kauen. Außerdem: Individual-Reisen bildet. Kauderwelsch-Sprachführer sind hilfreich.
Wer Abenteuer überstanden hat, sieht die Problemchen des Alltags gelassener. Druck sollte man dann trotzdem abbauen, soweit es geht.


Frohe (Rest-)Pfingsten,
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Re: Zähne werden wieder schief...

Beitrag#3von Kiwi » 29. Mai 2012 13:02

Vielen Dank für die schnelle Antwort und die guten Vorschläge :)

Ja, das war ein In-Form-Zwängen. Ich glaube ich habe drei jahre einen Headgear und eine herausnehmbare Spange getragen und dann hieß es plötzlich, dass ich Schrauben in meinen Kiefer und eine feste Spange bekommen sollte. Das Beste ist, dass es vorher hieß, dass solche Maßnahmen bei mir auf gar keinen Fall nötig sein werden... ;)
Ich bin nach wie vor SEHR froh, mich gegen diese Behandlungsmethode geweigert zu haben, auch wenn meine Zähne jetzt einige Probleme machen...

Ich habe da noch ein paar Fragen:

1. Den K3F finde ich sehr interessant. Geht man einfach zum Kieferorthopäden und lässt sich den anpassen?
2. Kann man in etwa sagen, wie teuer ein Bionator wäre?
3. Auch wenn der Funktionsregler nach Fränkel eher für Kinder ist - kann ich ihn trotzdem bekommen und in welchem Kostenbereich läge der in etwa?
4. Was wäre denn jetzt wahrscheinlich am besten? ;)

Vielen Dank schon mal! :)
Kiwi
 

Kieferorthopädie mit Verwertungslogik, Ruhrgebiet + Speckgür

Beitrag#4von ruebezahl » 29. Mai 2012 18:37

Hallo Kiwi, hallo Alle,
>dann hieß es plötzlich, dass ich Schrauben in meinen Kiefer und eine feste Spange bekommen sollte.
++ Wie diese Knochenpiercing-Spirale weitergetrieben wird, das hat mich gerade wieder geärgert, siehe unten.
>Das Beste ist, dass es vorher hieß, dass solche Maßnahmen bei mir auf gar keinen Fall nötig sein werden... ;)
++ Versuche mit Knochenpiercing für feste Spangen begannen vielleicht vor 10 Jahren, zunächst an Unikliniken und mit üblichem Schraubenmaterial der Knochenchirurgie.
Dann sind die Bracket-Hersteller aufgesprungen.
Dann war 2007 in Berlin ein großer Fachkongress darüber.
Also, wenn ein Kieferorthopäde so eine Fortbildung oder Tagung besucht hat, kann das in ihm Ambitionen wecken, seine Patienten danach durchzuforsten, an wem er das neu Erlernte nun probieren kann. Vor allem an Privatpatienten: Fälle, die gezeigten Beispielfällen ähneln; Fälle, die dümpeln ... weniger gefährdet ist, wer eh kaum zuzahlen kann (falls er dann überhaupt dort behandelt wird).

Bei manchen Praxen liegt Knochenpiercing so obenauf, dass man förmlich zurückprallt. Bei anderen stößt man unter „Erwachsenenbehandlung“ dagegen. Nach f1t359-fahrgemeinschaft-statt-hoellen-kieferorthopaedie-54-56er-plz.html stießen Ganzheitlich-Sucher anderswo jetzt auf 2 Knochenpiercer in derselben Stadt. Bei den einen steht es in der Liste der Leistungen, und Anklicken zeigt ein Bild davon an einem verstümmeltem bleibenden Gebiss.
Bei den anderen lauerte es HEIMTÜCKISCH bei der Kinder-Behandlung!
Obwohl bei ihnen andere Kinder-Sparten durchaus sinnvolle Frühbehandlungsmittel erwähnen (keine Gaumennahtsprengung), vereinte sich da eine kinderverachtende Grundhaltung, dass Kinder herausnehmbare Spangen meist boykottieren, vor allem Außenspangen, mit krimineller ERPRESSUNG „Headgear oder Knochenpiercing“. Knochenpiercing ersetzt nun Pendulum oder Distal-Jet in der Erpressung, und all das wäre überflüssig. Aber sanfte Alternativen werden natürlich verschwiegen, nach wie vor, denn wer würde seinem Kind diese aggressiven und bis auf den Headgear auch teuren Behandlungsformen dann antun lassen?
Manche Alternativen können sogar Kassenleistung sein. Aber keine große Firma steht dahinter, sie heute noch zu verbreiten. Dieses Wissen und Können ruht bei einzelnen, versierten Anwendern und Zahnspangen-Technikern.

Eine Freundin nahe bei diesem Schlangenloch, das Jagdgebiet eines besonders giftigen Bracket-Vertriebsleiters sein mag, trug noch Folgendes bei: „meine Schwester war mit ihrem Sohn bei so einem Spezialisten, als sie die von Ihm vorgeschlagene feste Spangenvariante (extrateuer, weil Kassenmodelle ja sowieso nix taugen und sie ihrem Sohn sicherlich nicht das restliche Leben mit schlecht korrigierten Zähnen versauen wolle) abgelehnt hat (nach Rücksprache mit Fachleuten und nachlesen hier), hat er einen Tobsuchtanfall bekommen. Wenn sie es unbedingt wolle, eine Korrektur sei sonst nur mit Headgear möglich, wenn sie ihrem Sohn so etwas antun wolle, ….. .
Daraufhin hat sie die schon bestellte lose Spange (für das Vorbereiten) genommen, bezahlt und den Kieferorthopäden gewechselt.“

-----------
1. K3F: gibt es nur bei ganz wenigen Kieferorthopäden, und wenn, dann primär für Milchzähne. Kann aber direkt bei mir bestellt werden.
2. Bionator, nur zur Orientierung: von Freundschaftspreisen mal abgesehen, kostet so eine Behandlung, ohne Crozat, für Erwachsene an billigen Orten etwa 2000 € und an teuren eher das Doppelte.
3. Funktionsregler für Erwachsene: bei einigen wenigen dieser Bionator-Anbieter vielleicht. Preis sollte dann ähnlich sein.
4. Was nun
K3F ausprobieren. Oder einen vertrauenswürdigen und kompetenten Arzt finden (mailmich für Adressen und rechne mit einem gewissen Anreiseweg).
Hinter den 7 Bergen, bei den 7 Zwergen, ...

Viele Grüße, Rübezahl,
noch ein O-Ton eines Aktiven: Was denken sich eigentlich die KFO's dabei, den Kids neuerdings Schrauben in den Kiefer zu drehen???
Das kann doch nicht gesund sein?! Habe neulich ein Mädchen mit Brackets gesehen, da wurde ein solches Implantat ohne Rücksicht auf Verlusste mittig über die beiden 1er geschraubt und mit Gummis verzwirbelt. Das sah nicht nur unmöglich aus, sondern war und ist sicherlich auch nicht angenehm.
Manchmal hat man das Gefühl, die sind alle nicht mehr ganz dicht. Bin mal gespannt was als nächstes kommt...
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