Werde ich gerade zum Spielball der Zahnmediziner?

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Werde ich gerade zum Spielball der Zahnmediziner?

Beitrag#1von nici » 17. Mai 2012 01:16

Hallo liebe Forummitglieder,

ich habe dieses Forum soeben entdeckt und habe sogleich ein paar Fragen an euch.

Ich war im Februar das erste mal wieder beim Zahnarzt. (Ich muss gestehen, dass ich die Kontrolltermine etwas länger als 1,5 jahre nicht mehr wahrgenommen habe.)
Aber wie es so schön heißt, kleine Sünden straft der liebe Gott sofort. Er diagnostizierte Parodontitis und leitete sogleich alle nur erdenklichen Behandlungsmaßnahmen ein.
Weil mir das alles jedoch nicht recht schlüssig erschien (ich hatte beispielsweise kein Karies oder Zahnstein) fragte ich ihn nach der Ursache.
Er meinte es könne erblich bedingt sein, oder was er eher vermutete, mit einer Kieferfehlstellung zusammenhängen. Also schickte er mich mit einer Überweisung zu einer Kieferorthopädin in der Nähe. Diese Diagnostizierte einen dualen Kreuzbiss und eine Zungenfehlfunktion, welche laut ihrer Aussage, mit seelischen Problemen einherginge.
Die "Höcker" meiner Backenzähne sahen zudem noch aus wie die einer 40 jährigen, was das "starke Knirschen" mit sich bringe. (Ich habe rumgefragt - keiner hat mich jeh knirschen hören). Sie wüsste momentan nicht wie man mir später einen Zahnersatz anfertigen sollte.
unglaublich aber wahr! Sie gab mir eine Überweisung zu einem ihr bekannten Logopäden und legte mir nahe einen Seelenklemptner aufzusuchen. Im nachhinein könne sie mich kieferorthopädisch behandeln. XD

Das komische an der ganzen Sache: ich hatte bereits mit 13 eine kieferorthopädische Behandlung, die mehrere Jahre und eine Weisheitszahn-OP überdauerte. Dort behandelte man mich allerdings gegen einen Überbiss. Sollte die Diagnose damals wirklich falsch und die Behandlung vollkommen überflüssig gewesen sein?

Wenn ich mich wirklich behandeln lassen muss kommen Kosten von 3.000 bis 8.000 € auf mich zu. Zudem habe ich Angst vor festen Zahnspangen und den Problemen die sie mit sich bringen ( Karies, angegriffener Zahnschmelz...) Auch die Ästhetik ist mir wichtig. Ich mache bald meinen Master und muss mich künftig bewerben. Eine feste Zahnspange könnte mich stören.

Seit den Diagnosen denke ich wirklich, dass sich mein Gebiss täglich verändert. Ein Zahn schiebt sich grade seitlich hinter meinen Schneidezahn und drückt diesen nach vorne. -____- Einen Kassenzahnarzt musste ich schon wegen des Parodontitisbefunds aufsuchen. Zu meiner Frage bezüglich der Kieferfehlstellung meinte er nur, dass das alles nicht rechtens sei...mehr nicht.

Ich schieb grad ziemliche Ängste und kann kaum noch schlafen. Ich hatte immer wunderschöne und gerade Zähne. Ich hab angst sie könnten mir frühzeitig ausfallen.

Ich bin für jeden Denkanstoß dankbar.
Liebe Grüße an alle.
nici
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Parodontitis-Ursachen? Interdisziplinär absahnen? Photodynam

Beitrag#2von ruebezahl » 17. Mai 2012 14:41

Na hallo,
ein schönes Netzwerk, an das du da geraten bist. Sowas nennt sich heute vornehm „interdisziplinäre Zusammenarbeit“:
>Also schickte er mich mit einer Überweisung zu einer Kieferorthopädin in der Nähe.
>Sie gab mir eine Überweisung zu einem ihr bekannten Logopäden

Das Thema Parodontitis füllt ganze Kongresse, und jede Menge Produkte und medizintechnische Geräte werden dafür verkauft.
Ein Körpermilieu, in dem Zahnfleischtaschen gammeln, wird oft als Allgemeinerkrankung gesehen. Insofern: zum Internisten gehen.
Parodontitis erblich habe ich hingegen noch nicht gehört. Allenfalls über erbliche Stoffwechselstörungen. Und durch Kieferfehlstellung auch nicht so leicht vorstellbar, vielleicht im Sinne einer dauernden Reizung. Diese käme eher durch Knirschen, das könnte Zahnfleischtaschen fördern, die dann bei entsprechender Bakterienpopulation im Mund verkeimen.
Aber Knirschen wollte man dir andichten, wie mir Pressen, als ich nach Ursachen meiner Dehiszenzen fragte (relativ harmlos, Großraum Alterserscheinungen). Es ist nicht einmal nicht klar erwiesen, dass Kieferfehlstellungen Knirschen fördern, oder nur in bestimmten, seltenen Fällen.
Einzelne heruntergebissene Höcker der Zähne kommen dagegen offensichtlich durch Fehlbisse.

Ich weiß von Leuten, die trotz Kieferfehlstellungen gesund mit eigenen Zähnen alt werden. Auch, wenn Kieferorthopäden den Teufel an die Wand malen, dass vorzeitig alle Zähne ausfallen würden.
Und wenn doch mal Zahnersatz auf Fehlbissen nötig sein sollte, so kenne ich handwerklich gute Zahnlabors, die nicht nur 08/15 können.

Hat deine kieferorthopädische Behandlung einen beidseitigen (?) Kreuzbiss wirklich unbehandelt gelassen? Oder ist der so gering ausgeprägt, dass man ihn nur bei genauem Hinsehen sieht? Oder hat er sich erst später entwickelt? Das wäre seltsam, gehört nämlich nicht zu jenen Fehlstellungen, die sich bei Erwachsenen entwickeln können, wie z.B. Engstand der Front. Bei einer kräftigen Zungenfehlfunktion jedoch mit etwas Fantasie denkbar. Dann wäre es nicht verkehrt, zum Logopäden zu gehen, aber lieber einen, der nicht Teil dieses Netzes ist, in das du da wohl geraten bist.

Wenn Zahnspangen, dann würde ich bei solchem Zahnfleisch Crozat empfehlen, das sind die hygienischsten Spangen, und / oder Bionator. Bei richtigen Ganzheitlichen, Kosten ca. 3.000 bis 5.000 € bei mittlerem Preisniveau. Für Adressen mich fragen, Kontakt www.sanfte-zahnklammern.de/impressum/impressum.html

Gegen die Zahnverschiebung und ggf. den Kreuzbiss könnten kostengünstig zwar auch Kieferformer helfen www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html, aber solange Parodontitis besteht, lieber nicht.
Wenn ihr die Parodontitis weg kriegen würdet...
DAS Behandlungsmittel gibt es da nicht, die Erfahrung des Arztes zählt.
Die Gammel-Taschen säubern und desinfizieren, ist die Leitlinie. Zu diesem Zweck gibt es neuere Entwicklungen wie z.B. Pulver-Wasserstrahl oder Laser, die schonender sind als frühere Methoden. Besonders attraktiv fände ich aus wissenschaftlicher Sicht die photodynamische Desinfektion: ein mäßig aggressives Mittel einbringen, das nur unter Beleuchtung (Soft-Laser) „scharf“ wird.

Viele Grüße,
Rübezahl
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