Pharma-Forschung überteuert und am Bedarf vorbei; Arztsuche

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Pharma-Forschung überteuert und am Bedarf vorbei; Arztsuche

Beitrag#1von ruebezahl » 22. Nov 2014 15:17

Liebe Leser,
Neben-Topic: Pharma-Kostentreiberei gerät immer wieder in die Kritik, und ebenso, dass sich Pharma-Firmen, wie andere Firmen auch, auf profitable Marktsegmente ausrichten, z.B. die vielen Zivilisationskrankheiten. Dagegen vernachlässigen sie die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene Krankheiten oder solchen, die in armen Ländern grassieren, oder halten ihre Preise in kaum erschwinglicher Höhe.
Dass sich die Hersteller von Kieferorthopädie-Produkten genauso verhalten, sei hier am Rande bemerkt. Wobei man auf diesem Sektor öffentliche Kritik vegebens sucht. Allenfalls einzelne Kritiker gegen Zahnmedizin insgesamt tun sich hervor.


Folgende frische Presseerklärung von Ärzte ohne Grenzen wird jedenfalls von einer Organisation unbestechlicher Ärzte namens „Mein Essen zahl ich selbst“ (http://www.mezis.de ) verteilt, deren Mitglieder sich von Pharma-Korruption frei halten wollen. Zahnärzte scheinen zwar nicht oder kaum dabei zu sein, sind aber auch kein Ziel von Pharma-Vertretern. Die Arzt-Suchfunktion der Seite fand bei stichprobenhafter Suche in 2 Großstädten jedenfalls keine.
Philipp Frisch, Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen, erklärt zur aktuellen Studie des „Tufts Center for the Study of Drug Development“ über Kosten von Forschung und Entwicklung von Medikamenten:
„Die tatsächlichen Kosten medizinischer Forschung sind immer wieder Gegenstand intensiver Auseinandersetzungen. Die hohen Kosten der Forschung werden von der Industrie immer wieder als Argument für exorbitante Medikamentenpreise angeführt.
Das von der Pharmaindustrie finanzierte Tufts-Zentrum hat heute einen neuen Bericht veröffentlicht, der die Kosten für pharmazeutische Forschung eines neuen Medikaments auf 2,56 Mrd. US-Dollar errechnet. Eine solche Summe kann und darf nicht ernst genommen werden.
Aus der Erfahrung mit nicht gewinn-orientierter, gemeinnütziger Pharmaforschung wissen wir längst, dass die Kosten für die Entwicklung eines Medikaments (inklusive Verlustrisiko) bei zirka 150 Mio. € liegen*. Darüber hinaus wird schon heute fast die Hälfte aller Forschungsausgaben in diesem Bereich von öffentlichen Institutionen oder durch gemeinnützige Stiftungen finanziert.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die private Pharmaindustrie entweder unbegreiflich ineffizient forscht, oder die von ihr präsentierten Zahlen deutlich aufgeblasen sind. Gleichzeitig werden zentrale Bereiche der medizinischen Forschung von der Privatwirtschaft weiter ignoriert. Vor allem vernachlässigte Krankheiten wie Tuberkulose oder die Schlafkrankheit bleiben weiter unter-erforscht, während hohe Preise im Bereich HIV/Aids oder Hepatitis C Millionen Menschen den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten versperren. Wir müssen dieses ineffiziente System dringend ändern und endlich die Patienten in den Mittelpunkt stellen – nicht den Gewinn der Pharmawirtschaft.“
*Drugs for Neglected Diseases initiative http://www.dndi.org/media-centre/press- ... model.html
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