Nach GNE OP keine Besserung der Kieferbeschwerden.

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Nach GNE OP keine Besserung der Kieferbeschwerden.

Beitrag#1von feueralma » 1. Feb 2008 00:46

Ich habe 2006 im zarten Alter von 37 Jahren eine Gaumennahterweiterung GNE machen lassen.Die OP verlief gut ab,aber was mein Kieferorthopäde verschwiegen hat, waren die unerträglichen Schmerzen beim nachstellen der operativeingebauten Spange.Mein Oberkiefer wurde erweitert und um ein Zahn in der Mittelfront erweitert.Nach fester Spange im Ober und Unterkiefer wuren die Kiefer begradigt.Mit 38 Jahren war Ich alles los,keine Spange mehr.Alles was geblieben ist ,eine Gaumenspalte und sowie vor der OP die Kieferschmerzen.Die Diagnose vor der OP ,Kieferengstand im OK;Kiefergelenkknacken/schmerzen.Hätte ich geahnt was auf mich zukommt ,hätte ich diesen Schritt nicht gewagt,vorallem nicht bei diesem Scheisserfolg. Nach der letzten Behandlung ist ein Jahr vergangen und wurde aufgefordert zur Nachkontrolle zuerscheinen.Trotz Massagen ,Sport und Knirscherschiene habe ich wenig Besserung der Kieferschmerzen.Wie kann es besser werden?Mit einem Bionator? MFG Michael
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Beitrag#2von ruebezahl » 2. Feb 2008 14:54

Hallo Feueralma, kommt mir bekannt vor,
aber ich habe keine alte Korrespondenz mehr gefunden.
Vielleicht fand ich dich mal in einem Forum, wo ich nicht schreiben durfte. Oder falls doch, dann habe ich mit Sicherheit zur Vorsicht geraten!
Risikobetrachtung lernt man nicht in der Schule.
Aber ich hatte mal mit Arbeitssicherheit in Forschungslabors zu tun. Vorausdenken, welche Unfälle passieren könnten, und wie man ihnen vorbeugen könnte ... Während also die Industrie Maßnahmen zur Sicherheit ihrer Arbeiter ergreift, und Verkehrsbetriebe Maßnahmen zur Sicherheit ihrer Fahrgäste, ist es mit der Sicherheit von Patienten, die in den Medizinbetrieb geraten, so eine Sache. Pfusch im Medizinbetrieb kommt nur selten zur Verurteilung, sondern viele Schäden, die durch ärztliche Behandlungen verursacht werden, gelten als normale Behandlungsrisiken. Wobei aber
1) viele Ärzte nicht vollständig über diese Risiken aufgeklären. Hier ist die Gaumennahtsprengung ein gutes Beispiel. Oft heißt es da heute „keine Risiken“, was alle statistische erhobenen Risiken in
www.sanfte-zahnklammern.de/spangen/g_sp ... preng.html
glatt verleugnet!
2) nur wenige Ärzte bieten risikoarme Behandlungsmethoden an. Wohl auch deshalb, weil o.g. Mehrheit die Risiken verdrängt hat, weil ja im Schadensfall nur sehr selten Ansprüche geltend gemacht werden können.
In einem anderen Forum wurde einen Zahnspangen-geschädigten Patienten gerade geraten, sich von der Krankenversicherung einen Gutachter benennen zu lassen. Erfolg unklar, denn eine Krähe hackt der anderen meist kein Auge aus.
Zudem sammelt das ZDF für eine geplante WISO Sendung gerade Fälle von Pfusch- und Fehlbehandlungen, siehe entsprechenden Beitrag in diesem Forum, aber bevorzugt bei Kindern.
Konkret zum Kiefergelenk:
Eine Gaumennahtsprengung macht den Oberkiefer auch im Gelenk breiter. Daran kann sich der Unterkiefer in der Wachstumsphase noch anpassen, wenn der Oberkiefer langsam (herausnehmbare Spange) oder schnell (Gaumennahtsprengung) gedehnt wird. Bei Erwachsenen habe ich hingegen schon öfter gehört, dass Kiefergelenkbeschwerden die Folge sind.
Wer kann nun noch helfen? MV = MeckPomm hast du angegeben? Da habe ich eh wenig Adressen, z.B. in Rostock, wo Kinder in guten Händen sind, aber über deren Erwachsenen-Problemfall-Kompetenz ich noch nichts weiß. Jedoch ist der Spezialist in
"Kiefergelenk-Beschwerden (CMD) sanft therapieren? "
http://zahnspange.siteboard.eu/ft106-kiefergelenk-beschwerden-cmd-sanft-therapieren.html
in Lübeck tätig, das wäre doch eine Reise wert? Und unweit davon weiß ich noch einen (mit Biognathor).
Dagegen ist Berlin für schwierige Spätfälle zurzeit ein ziemlicher Blues, wobei es aber rein statistisch da noch taugliche Adressen geben müsste.
Weil keine finanzielle Entschädigung eine ruinierte Gesundheit aufwiegen kann, warne ich hier nochmal nachdrücklich davor, sich vor invasiven Behandlungen nicht über die Risikon zu informieren, und nicht nach Alternativen zu suchen.
Soweit für heute, hordeotech
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Re: Nach GNE OP keine Besserung der Kieferbeschwerden.

Beitrag#3von instantpain » 18. Apr 2012 13:24

Hallo,

bei mir wurden mit 34 Oberkiefer und Unterkiefer erweitert. Ich habe das gleiche Problem mit den Schmerzen.
Dazu finde ich wurde ich ganz schön entstellt. Der Oberkiefer sieht für mein schmales Gesicht viel zu groß aus.
Komm mir vor wie Krümmelmonster. Vorher fanden mich alle Bekannten hübsch und jetzt Schütteln sie den Kopf und fragen was hast du mit dir machen lassen. Tut richtig weg... vor allem weil die Schmerzen schlimmer wurden.

Erst wurde ich zu der OP überredet und hieß es wir können da super helfen. Und nach der OP jetzt sagt der Arzt sie kamen zu uns 10 Jahre zu spät. Und machte mir vorwürfe, dabei hatte ich Diagnose und beschwerden erst nach einer OP bei der mein Kiefer rausgerissen wurde.. das Problem war vorher also gar nicht vorhanden. Der Arzt hatte das wohl vergessen. Und wieso wurde ich dann zu der OP überredet und hinterher bekomme ich den Vorwurfdas es doch klar war das ich mehr Schmerzen bekomme.. gibt für mich kein Sinn. Kann man da gar nichts machen? Soll ich jetzt andere Ärzte bezahlen die Kieferweitung wieder Rückgänig zu machen, hätte ich wenigstens mein aussehen wieder...

instantpain
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Opfer des Medizinbusiness, v.a. wenn mit Schönheits-OPs verw

Beitrag#4von ruebezahl » 18. Apr 2012 17:31

Hallo Instantpain,
Krümmelmonster hat, so geschrieben, übrigens 3 Augen. Aber Krümmel ist abgeschaltet.

Die Gefahren der Kommerz-Medizin sind besonders übel, wenn es nicht um Lebensrettung oder um Heilung oder Linderung von Krankheiten geht, also Lebensgefahr oder Leidensdruck besteht. Sondern wenn sie mit Schönheits-OPs verquickt wird, wofür Bedarf künstlich geweckt wird:
Gesunden wird eingeredet, sie seien krank oder hässlich, und die Massenmedien ziehen mit, denn sie sind abhängig z.B. von Werbeeinnahmen.

>Erst wurde ich zu der OP überredet und hieß es wir können da super helfen.
++ Operationsmethoden sind auch Erfindungen. Die OP-Ausstattung will amortisiert werden. Und Chirurgen müssen, um sich fachlich weiter zu spezialisieren, eine größere Anzahl entsprechender Operationen durchführen.
>hinterher bekomme ich den Vorwurf das es doch klar war das ich mehr Schmerzen bekomme..
++ Risikoaufklärung vor Operationen ist Mangelware, und Haftung bei Schäden durch Operationen sowieso. Dagegen ist z.B. bei jeder Geldanlage, wo „nur“ finanzielle Schäden drohen, inzwischen eine erschöpfende schriftliche Risikoaufklärung Vorschrift.
Prozessieren würde sind lang hinziehen und weiter zermürben, denn nur 2 oder 3% der Ärzte, die Patienten verpfuscht haben, werden wirklich zu Schadenersatz verurteilt. Wobei es Gutachten braucht, und eine Krähe hackt der anderen kein ...
In 1/3 der Fälle wird vereinfacht eine Entschädigung vereinbart (Ärzte sind dafür versichert), die die ruinierte körperliche Unversehrtheit aber nicht aufwiegt.

Lieber den Zustand bessern?
In einzelnen Fällen wurde beobachtet, dass sich eine unter Missachtung der Muskulatur herbeioperierte Kieferstellung durch die dabei geänderte Muskelspannung wieder in Richtung ihrer ursprünglichen Form zurückbildet, d.h. rückfällig wird.
Ob ein zu etwas eng gewählter K3F da ein wenig bewirken kann, das wäre ein Versuch.
Oder der Spezialist, der auch Spangen gegen Scherenbiss baut, die den Oberkiefer nicht dehnen, sondern kontrahieren.
Für Adressen von richtigen Ganzheitlichen, mail mich mal an (momentan dann bitte etwas Geduld)

Ein weiteres Problem hatte ich in f1t359p726-fahrgemeinschaft-statt-hoellen-kieferorthopaedie-54-56er-plz.html angesprochen (aber habe nun endlich eine Adresse in 54290 Trier im Problemgebiet, zumindest für einfache Fälle):
Die Zulassungshürden sind für Medizinprodukte längst nicht so hoch sind wie für Medikamente.
Schließlich werden in der EU 1000-mal soviel Medizinprodukte wie Arznei-Wirkstoffe neu zugelassen. So brauchen Medizinprodukte meist nur den Nachweis zu erbringen, dass sie funktionieren, und keine Studie, ob sie Patienten eher nützen oder eher schaden.

Gute Nacht,
Rübezahl
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