lose spange nach damon-behandlung

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
AbonnentenAbonnenten: 1
LesezeichenLesezeichen: 0
Zugriffe: 4081

lose spange nach damon-behandlung

Beitrag#1von nochkeinname » 27. Jan 2010 22:23

liebe hordeotech!


kurz gefasst ... bin über 30 jahre ... hatte 2.5 jahre damon brackets (auch schon über 30).
operation einer uk rücklage wurde von mir verweigert.

zur zeit retentionsphase mit kleberetainern und losen spangen uk und ok.

korrektur der rücklage wurde nicht vollständig erreicht (war aber vom kfo auch so prognostiziert wenn keine op erfolgt).

kann - soll man noch was machen? was wäre mit welchen geräten möglich?

uk rücklage beträgt geschätzte 4 mm

liebe grüße
nochkeinname
 

Loser und fester Retainer: wie Gürtel und Hosenträger

Beitrag#2von ruebezahl » 28. Jan 2010 15:17

Hallo No-Name,
>kleberetainern und losen spangen uk und ok.
++ Ja, die übliche Doppelmoppelei heutzutage, zum doppelt verdienen...

Hättest du eine OP gehabt und hätten sich Risiken ausgewirkt wie z.B. Nervverletzungen (Gesichtslähmung, Sabbern, ...), würdest du jetzt denken: Hätte ich doch...

Die lange Retentionsphase ist indessen ideal, um noch an der Rest-Rücklage zu arbeiten (falls die Bracket-Geschichten daran überhaupt schon irgenswas getan haben).
Vorschläge:
1) Im System bleiben, aber die Platten-Spangen mit Pro-Stäben versehen: www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/stab/stab.html
Die Herstellung ist nicht schwierig, und die können sogar passend eingestellt und nachgestellt werden.
2) Anlässlich eines anderen aktuelles Themas, aber teurer: alles raus, Biognathor rein.
3) Eher Selbsthilfe-artig: statt der Platten einen Kiefer-Former benutzen. So konfektioniert würde er mit den Kleberetainern nicht passen, aber eine entsprechend eingekerbte Sonderanfertigung wäre möglich: www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html

Für die anderen Erwachsenen gilt: beschwerdefreie Fehlbisse so zu lassen wie sie sind, gibt oft weniger Spätfolgen als Korrekturversuche, die nicht mehr ihr Ziel erreichen.
Soweit für diesmal,
hordeotech
Benutzeravatar
ruebezahl
Site Admin
 
Beiträge: 483
Registriert: 07.2006
Wohnort: Potsdam
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#3von nockkeinname » 29. Jan 2010 08:38

danke für deine antwort!


Ich habe mich gegen eine OP entschieden, aufgrund der Risiken. War rein meine Entscheidung - der KFO war nicht besonders glücklich damit.

Ich kann auch gut mit dem Überbiss leben, dachte nur rein optisch wär da noch was zu machen - wobei du damit sicher recht hast, dass das sehr problematisch wäre - vor allem das erzielte Ergebnis zu halten.

Zur doppelt gemobbelten Retention - sie kostet nicht mehr als nur einfach.
Einfach war sie im Behandlungsplan (doppelt wollte ich sie selbst).

LG
nockkeinname
 

Bisslagekorrektur ist Arbeit!

Beitrag#4von ruebezahl » 29. Jan 2010 15:11

Nochmal hallo No-Name,
>wobei du damit sicher recht hast, dass das sehr problematisch wäre
++ Was erwartest du, Zauberei??
Also bei Vorschlag 1 bräuchtet ihr doch bloß 1x Pro-Stäbe bestellen (Bauanleitung wird mitgeschickt, ein Kurs ist zur Herstellung nicht nötig) und 1 Paar neue Platten damit machen, oder mit etwas Glück könnten sogar die vorhandenen nachgerüstet werden.
Zur Retention tragen musst du die so oder so, ob mit oder ohne die Pro-Stäbe.

Von der ganz billigen Lösung, stattdessen zwischen den Platten Gummibänder zu spannen, würde ich absehen. Denn deren Wirksamkeit ist schon bei Jugendlichen unsicher. Wohingegen die Wirksamkeit von Pro-Stab-Platten in der Wachstumsphase dokumentiert ist.

Also, ansonsten kann ich auch nicht hexen,
nochmal viele Grüße, hodeotech
Benutzeravatar
ruebezahl
Site Admin
 
Beiträge: 483
Registriert: 07.2006
Wohnort: Potsdam
Geschlecht: nicht angegeben

Beitrag#5von nochkeinname » 29. Jan 2010 20:29

Vielen Dank für die Antwort!

(Glaub du hast etwas ein bisserl falsch verstanden in meinem Beitrag - ich erwarte keine Zauberei und mir ist es völlig bewusst, dass nicht immer alles ganz einfach geht.)

Ich finde es toll dass du versuchst andere Möglichkeiten aufzuzeigen!

LG
nochkeinname
 

Re: Loser und fester Retainer: wie Gürtel und Hosenträger

Beitrag#6von blah » 26. Mär 2010 12:53

hordeotech hat geschrieben:Hättest du eine OP gehabt und hätten sich Risiken ausgewirkt wie z.B. Nervverletzungen (Gesichtslähmung, Sabbern, ...), würdest du jetzt denken: Hätte ich doch...


blödsinnige angstmacherei.
ich wette du kennst niemanden mit einer gesichtslähmung wegen kieferverlagerung, schon GAR nicht bei einer reinen Unterkieferverlagerung.
der einzige nerv der dabei in mitleidenschaft gezogen werden kann ist nur für den tastsinn zuständig. lähmung unmöglich.
eine durchtrennung des nervs ist bei korrekter ausführung der OP nahezu unmöglich, wenn auch gefühlsstörungen am kinn zurückbleiben können, die aber meistens nach einigen monaten verschwinden.
blah
 
Beiträge: 2
Registriert: 03.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Der operierte Gesunde ist der profitabelste Patient

Beitrag#7von ruebezahl » 28. Mär 2010 14:25

Hallo Blah,

JAA, wenn immer alles korrekt durchgeführt würde, dann wären auch AKW sicher (abgesehen von dem Strahlenmüllproblem).
Und was die bei Kiefer-OPs gefährdeten Gefühlsnerven angeht, so habe ich in einem anderen Forum gefunden, dass das Kinn einer Operierten nach 1 Jahr immer noch so gefühllos ist, dass sie nicht merkt, wenn ihr (Essens-)Flüssigkeit aus dem Mund läuft. Da würde mein Ausdruck „Sabbern“ schon passen.

Was andere OPs angeht, so sagten mir Physiotherapeuten, sie holen Patienten vom OP-Tisch weg, aber die Krankenkassen ziehen sich aus der Bezahlung raus, während sie die Operiererei anstandslos bezahlen.
In der real existierenden Lobbykratie bedienen sich die Lobby-Starken kräftig vom Kuchen, und die Lobby-Schwachen müssen sehen, was übrig bleibt.

Dabei kenne ich jemanden, der tatsächlich was am Kiefer hat. Er hat ein ordentlich gewachsenes Gebiss, das als Gipsmodelle prima zusammenpasst, aber im seinem Mund auf einer Seite klafft, weil ihm ein Kiefer-Ast aus obskuren Gründen länger als der andere gewachsen ist. Aber ihn zu operieren, z.B.den längeren Kiefer-Ast kürzer zu sägen, zieren sich die Ärzte. Stattdessen besitzt er schon eine ganze Schienen-Sammlung, wobei eine von einem Zahnarzt „handgeschnitzte“ dem Hightech-Exemplar von den Uniklinik nicht nachsteht.
Merkwürdig, in diesem Fall halten sie sich zurück, aber in der Kieferorthopädie-Chirurgie werden Patienten reihenweise „durchgeschoben“ (hierzulande, in den USA wird weniger operiert). Der operierte Gesunde ist eben der profitabelste Patient. Multimorbide Senioren können dagegen zusehen, wo sie bleiben. In den schicken Häusern von Klinikkonzernen wohl kaum, oder höchstens als Privatpatienten.
Zudem behandelt der hiesige Medizinbetrieb 2 Patientengruppen behutsamer als den Rest:
-- andere Ärzte (Kollegen also) und deren Angehörige

-- Rechtsanwälte und deren Angehörige
FAKTEN stehen auf Seite 27 in: Jörg Blech, Heillose Medizin, Fischer Verlag 2005
Eine Grafik zeigt dort, dass mit Ausnahme der Blinddarm-Entfernung viele OPs in der Gesamtbevölkerung 1,5- bis 2-mal so häufig vorgenommen werden wie bei Anwälten und deren Angehörigen: Mandelentfernung, Gebärmutter-Entfernung, Gallenblasen-Entfernung, Leistenbruch-OP, Hämorrhoiden-OP...

Soweit für diesmal,
Larissa
Benutzeravatar
ruebezahl
Site Admin
 
Beiträge: 483
Registriert: 07.2006
Wohnort: Potsdam
Geschlecht: nicht angegeben

Re: Der operierte Gesunde ist der profitabelste Patient

Beitrag#8von Gast » 28. Mär 2010 15:26

hordeotech hat geschrieben:Hallo Blah,
JAA, wenn immer alles korrekt durchgeführt würde, dann wären auch AKW sicher (abgesehen von dem Strahlenmüllproblem).

es hilftz aber trotzdem bei den fakten zu bleiben.
und die sind: auch bei falsch durchgeführter OP und durchtrenntem nerv kann es nicht zu einer gesichtslähmung kommen.

Was andere OPs angeht, so sagten mir Physiotherapeuten, sie holen Patienten vom OP-Tisch weg, aber die Krankenkassen ziehen sich aus der Bezahlung raus, während sie die Operiererei anstandslos bezahlen.


achja?
ich kenne mehrere OP-patienten die trotzdem zur physiotherapie gehen, und denen dadurch auch die OP nicht erspart bleibt.
die kostenübernahme ist übrigens überhaupt kein problem. jeder hausarzt und jeder KFO kann dafür ein rezept schreiben. ich glaube, der KFO sogar außerhalb eines budgets.

Dabei kenne ich jemanden, der tatsächlich was am Kiefer hat. Er hat ein ordentlich gewachsenes Gebiss, das als Gipsmodelle prima zusammenpasst, aber im seinem Mund auf einer Seite klafft, weil ihm ein Kiefer-Ast aus obskuren Gründen länger als der andere gewachsen ist. Aber ihn zu operieren, z.B.den längeren Kiefer-Ast kürzer zu sägen, zieren sich die Ärzte. Stattdessen besitzt er schon eine ganze Schienen-Sammlung, wobei eine von einem Zahnarzt „handgeschnitzte“ dem Hightech-Exemplar von den Uniklinik nicht nachsteht.


kann ich nicht nachvollziehen. das nennt sich gesichtsskoliose und wird häufig operiert.

Merkwürdig, in diesem Fall halten sie sich zurück, aber in der Kieferorthopädie-Chirurgie werden Patienten reihenweise „durchgeschoben“ (hierzulande, in den USA wird weniger operiert).


das liegt daran dass die dortigen privaten krankenversicherungen das oft ausschließen, und das privat dort um die 40000 $ kostet.
Gast
 

Beitrag#9von blah » 28. Mär 2010 15:30

der Gast war ich. ich wusste nicht dass man auch ohne einzuloggen posten kann
blah
 
Beiträge: 2
Registriert: 03.2010
Geschlecht: nicht angegeben

Die Kostenspirale

Beitrag#10von ruebezahl » 28. Mär 2010 19:47

Mag ja sein, dass im Land des wild wuchernden Kapitalismus OPs und andere Therapien überteuert sind, weil Aktionäre daran mitverdienen wollen. Wenn wir nicht aufpassen, läuft die Entwicklung hierzulande übrigens auch dahin.
Aber was das ganze Gesundheitssystem immer teurer macht, ist, dass der Binsenweisheit „Vorbeugen ist besser als heilen“, oder abgeschwächt „Früh behandeln ist besser als spät behandeln“ nicht in jedem Teilgebiet gefolgt wird.
Spätfälle wird es immer geben, aber z.B. schicken manche Kieferorthopäden Kinder wieder weg, „bis alle Milchzähne weg sind“. Wenn das kein Verschleppen-bis-zur-Verschlimmerung ist...
Mancherorts, ich erinnere mich z.B. an einen Fall in Bremen, werden Kinder mit Progenie weggeschickt, auch wenn sie völlig rechtzeitig kommen. Die sind dort wohl wegen unsicherer Prognose als unprofitable Patientengruppe unbeliebt.
Was kostengünstige Kieferorthopädie angeht, so stehen Beispiele von
- Progenie-Frühbehandlung mit Bimler-Geräten (mit Funktionsregler 3 habe ich leider keine) hier:
www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/bi ... ler_c.html
- auch etwas späterer Progenie-Behandlung mit den neueren Rückschubdoppelplatten hier:
www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/rdp/rdp.html
Nun ist Progenie bei Norddeutschen selten, bzw. in Berlin haben Türken und Vietnamesen Progenie. Was die viel häufigeren Rückbisslagen angeht, steht eine sanfte Spätbehandlung mit etwas Restwachstum hier:
www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/bi ... tor17.html
Benutzeravatar
ruebezahl
Site Admin
 
Beiträge: 483
Registriert: 07.2006
Wohnort: Potsdam
Geschlecht: nicht angegeben

Nächste

Zurück zu "IzZ Info-Basis für zwanglose Zahnspangen, Hauptforum"

 

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron
web tracker