kiefergelenk - cmd - diskusverlagerung - biognathor

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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kiefergelenk - cmd - diskusverlagerung - biognathor

Beitrag#1von mathlda » 26. Jan 2010 14:49

Hallo,

ich habe kiefergelenkschmerzen, eine diskusverlagerung nach lateral, eine schwere cmd, kieferklemme, ohrenrauschen mit piepsen etc.

HAbe schon einige schienen in der schublade, bekomme jetzt einen biognathor, in myozentrischer bisslage (weitesgehend) hergestellt.
Unterkieferlage wird verändert, im anschluss prothetik neu etc.

Der zahnarzt verändert den biognathor aber nicht mehr, ist das richtig? bei den schienen wurde immer eingeschliffen.
Mache noch craniosakraltherapie + myoreflextherapie begleitend.

bin ich auf dem richtigen weg?
oder doch op am kiefergelenk?
wer kann mir gute !!! adressen von behandlern im raum köln - bergisch gladbach nennen???? gerne mit erfahrung biognathor / bionator bei erwachsenen, sonst schiene...

email: lone_1@gmx.de
mathlda
 

Anmerkung

Beitrag#2von a.r.s. » 13. Mär 2010 22:39

Hallo,

das mit der lateralen Diskusverlagerung bezweifle ich stark. Direkt am Diskus setzt nämlich ein Kaumuskel an. Ist der verspannt, zieht er den Diskus nahezu immer nach vorne-INNEN. Man spricht hier von einer ADV (anteriore Diskus-Verlagerung). Das tut aber eigentlich nichts zur Sache. Ich arbeite selbst mit der Myozentrik und habe durchweg gute Erfahrungen damit gemacht. Von all den Theorien und Verfahren, die in der Zahnmedizin so herumgeistern, ist die Myozentrik immer noch das schlüssigste und plausibelste Konzept. Viele myozentrisch arbeitende Zahnärzte sind im ICCMO Mitglied. (www.iccmo.de) Dort können Sie auf der Mitgliederliste vielleicht auch noch andere Therapeuten in Ihrer Nähe finden. Doch Vorsicht. Das ICCMO unterscheidet zwischen assoziierten Mitgliedern, Vollmitgliedern, Fellow of ICCMO und Master of ICCMO. Von den assoziierten Mitgliedern interessieren sich viele nur für die Sache, ohne selbst in Ihrer Praxis das myozentrische Konzept umzusetzen. Ab dem Status Vollmitglied kann man von einer fundieren Behandlung ausgehen. Die Behandler mit "Auszeichnung" (Fellow oder Master) haben in der Regel auch schon langjährige Erfahrung mit und behandeln fast ausschließlich Patienten mit derartigen Problemen. Dort wären Sie höchstwahrscheinlich am besten aufgehoben. Ich selbst habe bisher auch nur mit Schienen gearbeitet, absolviere aber gerade ein Curriculum in systemischer KFO. Ich habe mir selbst auch einen Biognathor machen lassen. Ich denke, daß ich ihn nächste Woche vom Labor (Dentallabor Dirk Geuer / Waldbröhl) bekommen werde. Ein gutes Labor ist für den Therapieerfolg entscheidend. Der Vater von Dirk Geuer hat zusammen mit Prof. Balters den Bionator entwickelt. Das Labor Geuer ist ein reines KFO-Labor und baut seit mitte der 40er Jahre ausschließlich Funktionskieferorthopädische Geräte. Denn leider ist Bio(g)nat(h)or nicht gleich Bio(g)nat(h)or. Die Form des Gerätes ist für dessen Funktion von entscheidender Bedeutung. Deshalb sollten Sie auch darauf achten, von wem der Bio(g)nat(h)or gefertigt wird. Ich hoffe, daß meine Ausführungen sie wieder ein Stückchen weiter gebracht haben und sie bald von Ihren Schmerzen befreit werden.

Mit freundlichen Grüßen
a.r.s.
a.r.s.
 

Nachtrag

Beitrag#3von a.r.s. » 13. Mär 2010 22:59

Hallo nochmal,

die Möglichkeit einer OP würde für mich (auch wenn ich Ihre Situation überhaupt nicht kenne) keinesfalls in Frage kommen. Das macht die Sache meist nur schlimmer. Mit was ich auch sehr gute Erfahrungen habe ist Neuraltherapie (sog. Heilinjektionen mit 1% Procain). Das führt dazu, daß die Durchblutung in einem verspannten, unterversorgten (und damit meist saueren) Gebiet wieder gesteigert wird und damit "Schlacken" und Stoffwechselabbauprodukte wieder abtransportiert werden können. Auch sehr hilfreich können Übungen zur neurologischen Reorganisation nach Padovan sein.
Auch mit der neuen Prothetik wäre ich vorsichtig. Diesen Schritt würde ich erst angehen, wenn ihre Beschwerden für einen Zeitraum von ca. 1 Jahr vollkommen behoben / unter Kontrolle sind. Oft kann man auch mit dem Biognathor als Dauerlösung (Brille fürs Gebiß) gut leben. Das hängt aber von Ihren Beschwerden ab. Ich würde nur nicht zu schnell vorgehen (auch wenn das der Behandler vielleicht gerne hätte, oder Sie vielleicht sogar mit der Aussage unter Druck setzen will, daß der ganze Erfolg unter Umständen wieder verloren geht, wenn man die neue Bißlage nicht umgehend in neuer Prothetik "verankert".) Ich möchte hier niemanden schlecht machen, nur sollten Sie keinesfalls etwas übers Knie brechen......

Mit freundlichen Grüßen
a.r.s.
a.r.s.
 

Beitrag#4von Gast » 30. Jun 2010 21:41

Der letzte Eintrag war schon etwas her, ich versuchs trotzdem.

Mir wurde heute beim KFO ein Bionathor empfohlen.
Was ist der Unterschied zwischen Bionathor und Biognathor?
Kann mir das jemand erklären?

Ich bin 25 Jahre alt, Kreuzbiss, Unterkiefer ist das hinten versetzt und die Vorderzähne stehen aus der Reihe. Zudem plagen mich ständige Kiefer- und Nackenverspannungen. Kann Bionathor oder Biognathor da etwas bewirken? Die Meinungen im Internet sind ja geteilt.

Weiß jemand, was für Kosten auf mich zukommen? Wie lange wird das Gerät getragen?

Würde mich sehr freuen, wenn jemand Erfahrungen schildern kann.

Liebe Grüße
Pat
Gast
 

Bionator / Biognathor Unterkiefer-Rücklage

Beitrag#5von ruebezahl » 1. Jul 2010 17:07

Hallo Pat,
sieh mal in Zahnspangen-Galerie B www.sanfte-zahnklammern.de/spangen/gera ... isteb.html
Da ist von dem häufigeren Bionator (ohne „h“) zwar nicht das absolute Original, aber dafür offizielle Biognathor-Bilder mit weiterem Link. Der Biognathor ist aufwendiger und teurer gebaut, vor allem, um für den Langzeitbetrieb komfortabler zu sein. Was nicht heißt, dass ein Bionator unkomfortabel sein muss.
Gegen Verspannungen helfen wohl beide, Bisskorrektur beim Erwachsenen wäre dagegen ein längerfristiger Versuch. Mit dem Restwachstum einer 17-Jährigen liegt ein Beispiel hier:
www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/bi ... tor17.html

Wer es zunächst preisgünstig probieren will:
auch ein Kaukraft Kiefer-Former (K3F) wirkt gegen Verspannungen, und wenn hilfreich, dann im Prinzip auch zum längerfristigen Bisskorrektur-Versuch.
www.sanfte-zahnklammern.de/k3f/k3f.html und weiterhangeln,
Anprobe unverbindlich, Rückgabe möglich. Für seitliche Kreuzbisse eventuell den Schmalkiefer-Typ, und zum Langzeitgebrauch nach einem Silikon-Former einen dauerhafteren aus Ivocap Heißpolymerisat.
Viele Grüße,
Rübezahl
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Beitrag#6von Gast » 1. Jul 2010 21:49

dankeschön!
Gast
 


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