Käufliche Schleichwerbung und Kritik-Unterdrückung im Netz

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Käufliche Schleichwerbung und Kritik-Unterdrückung im Netz

Beitrag#1von ruebezahl » 16. Feb 2015 12:22

Liebe Aktive,
gibt es wirklich solche Scharen von dummen Nutzern, die in großen Eltern-, Koch-, Lifestyle- o.ä. Plattformen nichts dabei finden, wenn Kinder, Jugendliche oder Erwachsene an Feste-Zahnspangen-Quälerei oder -Abzocke leiden? Oder die zu „beliebten“ Operationen keine Alternativen erwähnen? Oder die ihre Kinder bedenkenlos Pharmaka schlucken lassen, die keineswegs harmlos sind?

Zwar wurden auch früher schon in manchen Foren mißliebige Meinungen unterdrückt.
Manche Arztbewertungs-Plattformen erwecken auch den Anschein, dass gewisse Ärzte ihre zufriedensten Patienten ausdrücklich ermuntern, ihnen dort Lob zu schreiben. Während ihnen Netzwächter den Dienst verkaufen, darüber zu wachen, dass niemand den „guten Ruf“ ihrer Praxis im Internet beschmutzt.

Wie Schleichwerbung und Beschönigung im Web professionelle Ausmaße angenommen hat, fand ich neulich in „Stichwort Bayer 1/2015“, online hier: http://www.cbgnetwork.org/5933.html (und dort weiterführende).
Demnach verkaufen spezialisierte Marketing-Agenturen Firmen und Interessengruppen folgenden Imagepflege-Dienst:
ihre Werbe-Söldner erschaffen jeweils Dutzende von Phantomnutzern mit Fantasie-Identitäten, die dann in Social Media, Foren und Kommentarspalten ein Klima im Sinne ihrer Auftraggeber schaffen.

Dies wirft ein neues Licht auf „Jubelpatienten“ in Kiefer-Versäge-Foren, oder auf Eltern, die kieferorthopädische Quälerei oder Zähneziehen bei ihren Kindern nicht so schlimm finden.
Ob die Betreiber solcher Plattformen Zuwendungen von Herstellern oder Interessengruppen dafür kriegen (es gibt z.B. mehrere, allerdings verschieden große Kieferorthopäden-Verbände), dass sie Kritik und Alternativen kurzhalten?

Als bei Wikipedia vor Jahren Gentechnikkritik-Vernebeler durch ihre Arbeitszeiten auffielen, dachte ich noch, das wären einzelne Freischaffende der schreibenden Zunft, die sich mangels anständigerer Angebote dafür hergeben.
Aber ganze Phantomnutzer-Geschwader zu Schleichwerbe-Zwecken, damit hat die Lobbykratie das Web heute eingesponnen.

Gerade habe ich das Alternativen-Kapitel http://www.zwanglose-zahnspangen.de/alt ... terna.html
aktualisiert. Es besteht etwa ab der Mitte aus einem ANHANG von alten Opfer-Berichten.
Veraltet? Nein, wertvoll geworden, denn zu alten Analogsurf-Zeiten war Information und Kommunikation im Internet noch authentischer.
Heutzutage findet man solche kritischen Berichte kaum noch. Was wohl nicht nur daran liegt, dass die Materialien und die Beherrschung der Multibracket-Behandlung seitdem professioneller geworden sind, und dass ein Teil der erwachsenen Patienten heute stattdessen die nicht so problemträchtigen Aligner (Korrekturschienen) nutzt.

Gute Woche,
Rübezahl
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