Herbstscharnier-Opfer immer jünger, bei Distalbiss, Rückbiss

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Herbstscharnier-Opfer immer jünger, bei Distalbiss, Rückbiss

Beitrag#1von ruebezahl » 11. Jul 2011 17:30

Es wird Herbst(scharnier)? Einen Korb voll giftige Pilze gibt´s!!
Liebe Leser,
geht ein alter Kieferorthopäde, der noch anders konnte, in Pension, zack! rückt so ein Allen-feste-Spangen-Einbauer nach.

Behandlungsmaximierung breitet sich aus, auch durch Behandlungsmaximierungs-Kurse.
Im Kielwasser der Bracket-Spangen verdrängen zudem feste Einbauten zu deren Vorbereitung oder Zusatzwirkung die bewährten 2- und 1-teiligen herausnehmbaren Spangen, die heute auch bunt und dünn herstellbar wären.

Wildwest in deutschen Kindermündern?
Während manche Praxen Kiefer-OP-lastig sind, fand ich neulich wieder eine, die wohl eher geistigen Brandstiftern aus den OP-armen USA folgt. Sie zieht auch die Behandlung von rechtzeitig oder früh erscheinenden Kindern konsequent sofort mit aller Gewalt durch. Nicht etwa für Problemfälle ist ihr grausiges großes Arsenal gedacht, sondern sie verbauen folgendes routinemäßig und hindern Kinder und Jugendliche damit nicht nur am Essen, sondern machen ihnen auch noch die Nächte zur Qual, in denen man doch eigentlich erholsamen Schlaf finden sollte:

Bei Rückbiss / Tiefbiss Backentaschen-zerfleischende Herbstscharniere bereits für Kinder - außer wenn die Rücklage gering ist UND sie sehr pflichtbewusst sind auch für Herausnehmbares, das unnötig klobig ist.
Kinderversuche mit Herbstscharnieren gab es allerdings auch von einem nassforschen Hitzkopf in einem französischen Fachforum abzugucken, der sich dort toll vorkam. Einem seiner Opfer hat das die Wangen innen total zerfleischt. Dr. Mengele lässt schön grüßen!!
Sämtliche Backenzähne waren vom Herbstscharnier verblockt und zugemauert. Das blockiert nicht nur die Gesamtgesundung des Bisses (Details unter www.sanfte-zahnklammern.de/downloads/herbst_altern.pdf ), sondern die Zahnfleischränder sind dadurch und durch die wunden Backentaschen kaum noch zu reinigen. Denn wie soll das Opfer noch eine Zahnbürste zwischen die klobigen Aufbauten und die Wunden zwängen? Da droht Karies hoch zwei!
Oder die Wangen werden stattdessen mit einem FMA gelocht („Functional mandibular advancer“), der sich längs zwar auf die Mahlzähne begrenzt, aber dort NOCH stärker aufträgt (Hamsterbacken) und diese wenigeren Ankerzähne stärker belastet - drohen Wurzelverkürzungen?

Liegt statt Rückbiss Vorbiss vor, geht das dort selbstverständlich NUR mit Delaire-Maske, weil sich die Kiefer damit am profitabelsten vergewaltigen lassen. Besonders, wenn sie mit einer Gaumennahtsprengung (GNE) kombiniert wird, weil dann das Hartgewebe verletzt ist und dadurch weicher ist. Zerren an einer Wunde, sozusagen.

Eine Kieferdehnung, außer für bagatellige 1 bis 2 mm, geht da sowieso nur durch „Gaumennahterweiterung - ist ja bei Kindern noch alles weich“ (GNE gezeigt an 7-Jährigem) oder durch Quadhelix, und unten nur durch ebenso festen Transversaldeveloper (starrerer UK-Breiterzwinger, als Gegenstück zur Quadhelix).

Sowie feste Zähne-nach-hinten-Zwinger entweder zahngetragen oder mit Knochenpiercing, auch Knochenpiercing-Eigenentwicklungen, um sich z.B. auf Kongressen zu profilieren.

Bei durch Zungenfehlfunktion bedingtem offenen Biss NUR feste Zungengitter (anderswo zeigte eine Praxis sogar Spikes, jedoch im bleibenden Gebiss und nicht am 7-Jährigen).

Im Gegenzug degradiert man dort unsere bewährten Platten, Bionatoren und Funktionsregler zu bloßen Retentionsgeräten nach der GNE-, Herbst- oder Facemask-Tortur, und kann zweimal Materialverbrauch abrechnen!

Wenn nun nach den Platten auch unsere Funktionskieferorthopädie weiter den Bach heruntergeht (außer bei echten Ganzheitlichen), kann man dann vor derartigen Kinderquälern die Flucht nach vorn antreten und schlechter Kieferentwicklung beizeiten selbst gegensteuern?
Schließlich sind die meisten Rückbisslagen Zivilisationsleiden.
Nur wenige sind geerbt. Sie kommen nicht über Nacht, sondern entwickeln sich. Säuglinge neigen von Natur aus zum Rückbiss, sofern sie nicht kräftig und ausgiebig saugen müssen, was sie den Unterkiefer vorschieben lässt und diese Muskeln stärkt.

Bei einem Besuch bei entfernten Verwandten in Polen fand ich in einem (zum Glück illustrierten) Lexikon über Naturmedizin nicht nur Fehlbisse angebildet, sondern auch Übungen dagegen. Dass polnische Kinder viel Zahnwissen haben, las ich auch aktueller in einem landeskundigen Buch, und in einem Fachbuch, dass dort zu sozialistischen Zeiten in den Kindergärten Kieferübungen praktiziert wurden. Vielleicht auch heute noch? Neulich habe ich hier positive Info über Schweden geschrieben.
Physiotherapeuten gibt es übrigens solche, wo ohne Arztüberweisung nichts geht, und solche, wo es selberzahlenderweise auch ganz ohne (Zahn-)Arzt geht - Vergleichen lohnt sich also.

Während das generelle Vorbeuge- und Selbsthilfe-Kapitel www.sanfte-zahnklammern.de/startseite/n ... rheil.html einen Schwerpunkt auf Engständen hat, gibt es zu den dort auch beschriebenen Mundvorhofplatten (MVP), die vorgefertigt erhältlich sind, weitere Details:
Am bekanntesten sind MVPs gegen offenen Biss, der durch anhaltendes Daumenlutschen oder Schnullern verursacht wurde. Sie sind dann heilsamer Schnuller-Ersatz und helfen auch gegen Mundatmung, die der Gebissentwicklung durchweg schadet.
Darüber hinaus gibt es 2 Sondermodelle.
Eines mit vorderer Bissebene ist gegen Rück- und Tiefbiss in Entwicklung, und schützt gegen Gaumeneinbiss während des Zahnwechsels.
Und eines mit Zungengitter gegen Zungenfehlfunktionen, einer weiteren Ursache von offenem Biss. Dann kann obige Spezies mit ihren fest eingebauten Zungengittern oder Spikes zur Hölle fahren! FMA? LMAA!
Während die fertigen MVPs ziemlich klein sind, können individuell hergestellte passender und größer sein und damit mehr Wirkung entfalten. Eine Praxis in einer Gegend mit wenig Privatpatienten schafft es, dieses alte, aber vergessene Behandlungsmittel noch auf Kasse zu verabreichen.

Überhaupt ist Eigenverantwortung krisenfester (Währungscrash bald??) als Versorgungsmentalität. Dagegen gehen Lobbygruppen massiv vor, um alte Hausmittel, woran sie nichts verdienen, wie z.B. auch Kräuterwissen vergessen zu machen.

Nachdenkliche Sommerlochgrüße,
Rübezahl
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