Headgear oder Zähne ziehen

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Headgear oder Zähne ziehen

Beitrag#1von Chris » 22. Jun 2009 20:34

Hallo
bin eben auf dieses forum gestoßen. Ich habe folgende geschichte durchgemacht:
von der Schulärztin wurde ich zum kiefernorthopäden geschickt,
da habe ich erst einmal eine lose spange bekommen, so ein jahr,
dann hiess es auf einmal engstand im oberkiefer, kein platz mehr im oberkiefer, entweder du trägst ein headgear oder die weissheitszähne müssen sofort raus
vor dem zähneziehen hatte ich viel angst, so das ich der therapie mit headgear zugestimmt habe ohne genau zu wissen, was das eigentlich ist, alternativen: keine, da kassenpatient
wusste echt nicht was das ist, habe zuerst so separierringe bekommen und dachte dann ok ist ja harmlos
dann beim nächsten mal wurde mir ein kombinations headgear eingesetzt, war echt heftig, eingestellt auf 250 mg zug glaub ich
den hatte ich nen halbes jahr, musste den 8 stunden nachts und 2 am nachmittag tragen,
dann haben sie mir multiband oben und unten eingesetzt (stand im behandlungsplan), zuerst ohne headgear, dann nach einem monat kam der auch dazu (wieder einer mit nackenband und kopfzug), die multiband aparatur hatte schon so röhrchen eingebaut (wusste ich nicht!)
das ganze sollte ich dann 16 h am tag tragen, er meinte, der hg hätte bei mir auch eine ortopädische funktion, ihr könnt euch die schmerzen am morgen nach dem aufwachen vorstellen, der zweite headgear hatte so zugfedern (der erste war mit gummis), ey die feder zogen echt stark, der kfo meinte aber, dass schmerzen beim hg dazugehören
jetzt bin ich den headgear los aber die weisheitszähne sollen trotzdem raus,
war die ganze terapie jetzt umsonst?
hat jemand so was durchgemacht?
Chris
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Vorsicht, Attrappen-Zahnspangen vergeuden kostbare Zeit

Beitrag#2von ruebezahl » 23. Jun 2009 18:55

Hallo Chris,
deine Leidensgeschichte ist typisch für den Bockmist, den viele Kieferorthopäden hier und heute verzapfen. Heute muss man Glück oder den richtigen Spürsinn haben, um an den richtigen zu geraten – was aber auch für andere Arten Ärzte gilt.
EIGENTLICH könnte man mit einer losen Spange in 1 Jahr prima einen Platzmangel beheben und einen Headgear überflüssig machen. Wenn sie z.B. so gebaut und zum Schrauben ist wie in untenstehenden Bildern (die sollen in www.sanfte-zahnklammern.de/spangen/gera ... istea.html, wo eh ein größeres Update fällig ist – bald, hoffentlich).
Aber offenbar war deine lose Spange eine nichtsnutzige faule Attrappe. Das kommt öfters vor.
Schmerzen beim Headgear: was da weh tut, ist das zerquetschte Zahnhaltegewebe. Das kann wieder heilen, oder absterben. Ist es weg, dann wächst der Zahn im Knochen fest, und oft ist durch die Gewalteinwirkung auch seine Wurzel verkürzt, d.h. von ihrem Ende her aufgelöst. Auf einem Röntgenbild, das wegen der Weisheitszähne vielleicht eh gemacht wurde, sollte das zu sehen sein.
Solche festgewachsenen Backenzähne fallen nicht eher aus, sondern ihnen fehlt die stoßdämpfende Wirkung des Zahnhaltegewebes. Dadurch können sie vorzeitig verschleißen. Ähnliches wurde bei Implantat-Zahnersatz beobachtet, der ja auch kein Haltegewebe hat. Daher sind solche Fake-Zähne mit Zahnspangen auch nicht zu bewegen. Außerdem ist es schwieriger, gute Wurzelfüllungen in solche abgewurzelten Zähne zu legen. Sicher gibt es Spezialisten dafür (Endodontie ist das Suchwort), aber wenn das dann ganz auf Kasse gehen soll, viel Spaß beim Suchen. Zahnersatz wäre aber auch nicht billiger.

Weisheitszähne und Headgear: da der Headgear Backenzähne nach hinten zwingt, kann man die Weisheitszähne dann in aller Regel abschreiben! Zahnspangen, die wirklich Platz für die Weisheitszähne gewinnen können, sofern sie früh genug zum Einsatz kommen, sind ganz im Gegenteil solche, bei denen die Backenzähne keine (Gegen-)Kräfte nach hinten erfahren: Funktionsregler nach Fränkel, Bimler, Kaukraft Kiefer-Former, Biobloc nach Mew, (Bionator eventuell), ...

Hier schon mal der Text zu diesen Bildern für Galerie A:
Bild
Platten mit frontalen Halteklammern statt Labialbogen: Dehnung, Distalisierung, Eckzahn-Hochstand
Um einen zu schmalen Kiefer oder eine Einengung der Seitenzähne mit einer Platte zu einer gesunden Situation zu entwickeln, braucht sie nicht nur Schrauben an den richtigen Stellen, sondern auch ausreichend Halt, um deren Kraft wirksam zu übertragen. Zusätzliche Halteelemente an Zähnen beiderseits der Schraub-Spalten verhindern, dass die Platte „aussteigt“, wenn man sie immer weiter schraubt, d.h. dass sie schlecht anliegt und ihre Wirkung zum Teil verpufft.
So zeigt das Mundfoto eine Eckzahn-Lückenöffnung und -Einordnung mit Halteklammern an 2ern und 4ern (vermutlich Y-Platte, s.u.) und mit Führungsdrähten, die die wachsenden Eckzähne an ihre Plätze lenken sollen.
Das nächste Foto zeigt eine sog. Dehnplatte mit zusätzlichen Halteklammern an den 2ern, die den Oberkiefer etwa 5 mm verbreitert hat, obwohl der Zahnwechsel schon fast abgeschlossen war.
Das s/w-Foto zeigt eine erfolgreiche Distalisierung eines aufgewanderten Seitenzahnsegments. Die Platte enthält auch noch eine unbenutzte Querdehnschraube. Zähne wandern nach vorzeitigem Milchzahnverlust oft auf, wie auch bei der unteren Foto-Serie: bei fast abgeschlossenem Zahnwechsel ist eine Eckzahn-Lücke auf 1/3 verengt, wobei jedoch der Milch-5er noch 2mm Platzreserve bereithält. Mit 2 Abstützungen an den Schneidezähnen hat die Platte mit ihrem Distal-Segment den Platz zurückgewonnen. Zwischendurch wurde sie unterfüttert, um ihre bündige Passform wiederherzustellen, die bei intensivem Schrauben oft nachlässt. Diese Behandlung wurde mit einem Aktivator zu Ende geführt, wobei mit Führungsspornen der wachsende Eckzahn und die aus Platz-Überschuss verdreht erscheinenden 4er und 5er eingeordnet wurden.
Keine Lobby vertritt diese bewährten Platten, wohingegen Hersteller für zahllose feste Distalisierungs-Apparaturen und für „Knochenpiercing“ namhafte Referenten gewinnen und auch Zahnärztekammern daran mitwirken, die längst keine Kurse mehr über aktive Platten veranstalten, wie sie es früher taten. So wird der unvollständigen Aufgeklärung über funktionierende Alternativen und der unnötigen Gefährdung oft minderjähriger Patienten der rote Teppich ausgerollt.
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Beitrag#3von Chris » 23. Jun 2009 23:14

Meine lose spange war so eine dehnplatte wie auf dem zweiten bild
ich habe meinen kiefernorthopäden auch gefragt, ob der headgear richtig war
der meinte nur, dass der headgear mir gut getan hat
richtig besprochen hatte er das nicht mit mir, beim ersten mal wusste ich gar nicht was das ist, beim zweiten mal (zusammen mit der multiband apparatur) wurde ich völlig überrascht (wir arbeiten jetzt wieder mit headgear..., bitte öffne deinen mund...)
wieso hab ich eigentlich einen kombinations headgear bekommen?
ich hab gesehen, dass es auch welche nur mit nackenzug oder kopfzug gibt
an die schmerzen nach dem tragen muss ich mich gewöhnen hat er gesagt
auch seelisch war der headgear eine belastung für mich
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Hau-Ruck-Methoden, oder körperverträgliche

Beitrag#4von ruebezahl » 25. Jun 2009 15:05

>Meine lose spange war so eine dehnplatte wie auf dem zweiten bild
++ Dass man Längs-Platzprobleme nicht wirklich durch Querdehnung lösen kann, steht an einem Beispiel ganz unten in
www.sanfte-zahnklammern.de/fallbeisp/platz/platz.html
unter So nicht (FEHLERQUELLEN).
Daraus folgt nicht, dass man für Längs-Platzmangel einen Headgear braucht. Der ist, wie du erfahren musstest, nur so scheißkompatibel mit Multibracket! Raus aus der Packung, rein in den Mund ... ebenso wie Quadhelixes, feste Biss-Sperren oder gar das neumodische Knochenpiercing.
Gute herausnehmbare Behandlung ist eine völlig andere Denke.
Man kann sehr wohl mit Platten oder mit Crozat-Geräten auch „längs dehnen“. Es gibt da Y-Platten, Z-Platten, Platten mit 3 Schrauben oder mit einer 3-Wege-Schraube (Bertonischraube), da geht quer und längs auch zugleich. Wichtig sind dabei ausreichend Halteklammern, damit die Platte nicht allmählich „aussteigt“.

Verschiedene Headgear-Arten: zwingen in Form in verschiedene Richtungen.
Gute Funktionskieferorthopädie kann stattdessen schmerzlos gezielte Muskeln anregen, die dann das falsch gelaufene Kieferwachstum gezielt wieder normalisieren.
Z.B. ist ein Prinzip, wie man offene Bisse zuwachsen lassen kann (keine Daumenlutscher, sondern ältere), unter
www.uni-ulm.de/klinik/zmk4/deutsch/beha ... rkung.html
gezeigt. Dieses Prinzip lässt sich auch auf einer weniger bruchanfälligen Zahnspangen z.B. mit endständigen Silikon-Auflagen umsetzen.
Aber darauf muss erst einmal jemand kommen! Während diese uralten Hau-Ruck-Methoden wie Headgears in groben Zügen jedem Trottel verständlich sind.
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headgear

Beitrag#5von vinc. » 7. Jan 2011 23:18

hallo ich wollte mal kurz nachfragen warum der Headgear immer so verteufelt wird.

ich 17 hatte im alter von 12Jahren eine kfo behandlung bei mir wurde stat des heagear (privatversichert) ein pendlum eingesetzt es war ständig kaput und störte einmal war es so kaput das es für 2 wochen eingeschickt wurde in der zeit sollte ich einen Headgear tragen 13-16 h ich bin mit dem headgear super klargekommen bis auf ein leichtes ziehen morgens nichts ich konnt normal reden (man hat ja fast nichts im mund) und am ende hab ich auch den hg behalten und das pendlum nichtmehr eingesetzt.
vinc.
 

Re: headgear

Beitrag#6von vinc. » 7. Jan 2011 23:23

[quote="vinc."] ps DER HEADGEAR IST JA AUCH HERAUSNEMBAR
vinc.
 

Gedankenlos one-size-fits-all Fertigteile für unser Kauorgan

Beitrag#7von ruebezahl » 9. Jan 2011 20:56

Halloalle und Frohes Neues,
indem man größeres Übel benennt, rechtfertigt man nicht das übliche Übel.
Klar ist die Privat-Profitmaschine Pendulum als fest eingebauter Klotz fieser als ein kassengezahlter HG (wobei aber auch o.g. Z-Platten Kassenleistung wären). Dies kann man heute noch toppen mit Höllenmaschinchen, die, statt wie das Pendulum an Zähnen befestigt zu werden, mit 2 Schrauben gleich an den Kindergaumen gedübelt werden. O-Ton eines Betrachters: „Sind die noch ganz dicht?“.
Man reiche mir den Übel-Kübel, sonst wird mir ohne Kübel übel.

Insofern lässt sich das „mittlere Übel“ Headgear weiter differenzieren:
-- an einer (Schrauber-)Platte statt an festen Haltern eingehängt, würde er keine Zähne gefährden. Aber dies involviert einheimische Technologie statt bloßer Fertigteil-Methoden, bei denen Headgears zum Zubehör gehören.
-- HGs mit kurzem Außenbogen stören weniger als HGs mit langem.
-- ist die Zugkraft verstellbar, macht dies Schmerzen und Risiken geringer (Nackenschmerzen; HGs in festen Haltern können das Haltegewebe dieser Zähne schädigen). Hierfür gibt es z.B. gürtelartige HGs

Bedenklich sind die überseeischen ohne-zu-denken Fertigteil-Methoden insgesamt. Aber sie walzen trotzdem unsere heimische Handwerks-KFO nieder, weil fahrlässig geschädigte Patienten den Tätern kaum etwas können, solange mit „etablierten Methoden“ behandelt wurde.

Wenn individuellen Menschen Einheitsgebisse aufgezwungen werden, boomen die Kiefergelenksbeschwerden, und die Branche freut sich noch einmal.

Soweit zum Jahresanfang,
Rübezahl
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Headgear

Beitrag#8von DonMaximus. » 17. Jan 2011 20:27

Hallöchen,

ich hatte von 1985-90 eine Kfo-Behandlung mit Brackets und Headgear und hab hier so einiges darüber gelesen. Die Zähne sind bei mir heute leider wieder schief da mir kein Retainer eingesetzt wurde mit der Begründung das nach der Behandlung die Weisheitszähne gezogen werden und dadurch ja genug Platz entsteht. Nach dem ziehen der Weisheitszähne tanzten die Zähne aber trotzdem wieder aus der Reihe.. auch wenn man mir den Retainer eingesetzt hätte so stellt sich doch die Frage was
eine Behandlung eigentlich wert ist wenn man das ganze Leben lang einen Fremdkörper im Mund tragen muss um das Endergebniss aufrecht zu erhalten? Über Alternativen gab es leider keinerlei Aufklärung vom Kieferorthopäden nicht eine einzige Silbe.

Als besonders unangenehm empfand ich dabei den Headgear der in so Ringe gesteckt wurde die an den Zähnen befestigt waren.
Das war sehr schmerzhaft. Ich bin Seitenschläfer aber mit dem Headgear war es nur möglich auf dem Rücken zu liegen wobei ich nicht wirklich einschlafen konnte und durch automatisches zur Seite drehen immer wieder schmerzlich an das Gerät erinnert wurde..morgens sah ich dann aus als ob ein Zug über mich gerollt wäre.
Während der Behandlung bekam ich immer öfter Nackenschmerzen gefolgt von Schwindel dabei fing ich an meinen Kopf und mein Gesicht mit den Händen zu drücken und "festzuhalten" weil es sich anfühlte als ob mein Schädel auseinandergezogen würde und beschwerte mich ständig bei meiner Mutter: "mein ganzer Kopf tut so weh!"
seit der Behandlung hatte ich auch immer wieder Halswirbelschmerzen ..jetzt mit zunehmendem Alter wird das Problem leider immer massiver..auf einem seitlichen Röntgenbild das ein Orthopäde
gemacht hat kann man deutlich erkennen das meine Halswirbelsäule unnatürlich überdehnt ist und zwar genau in dem Bereich wo
ständig der Gurt des Headgears reingedrückt hat!

Als ob das nicht genug wäre hat sich mein Gesicht während der Behandlung negativ verändert.
Der Bereich über der Oberlippe (neben der Nase) wirkt ebenso wie der Wangenbereich des Mittelgesichtes ziemlich eingedellt und unterentwickelt was nur am Headgear liegen kann der dafür bekannt ist das Wachstum des Oberkiefers zu hemmen oder sogar nach hinten zu schieben.

Auch ist der skeletale Bereich des unteren Augenhölenrandes unterentwickelt. Die ganze Bracket-und Headgear Behandlung hat mir ein ein sehr flaches Profil eingebracht (einschließlich eines fliehenden Kinns) was die anderen Bereiche des Gesichtes (Auge, Nase, Mund) ziemlich prominent erscheinen lässt.

Mir fehlt sozusagen die "dritte Dimension" was ästhetisch fatal ist wenn
man bedenkt das die Ästhetik eines Gesichtes zu 70% von den Wangenknochen bestimmt wird.

Die Beschädigung des Gesichtswachtums ist häufig ein Bestandteil der allgemeinen Bracket-und Headgearbehandlung und wird vom Kfo-Behandler als "Berufsrisiko" bezeichnet..nur wer genau trägt eigentlich das Risiko?
Der Behandler der im Prinzip Körperverletzung betreibt dafür noch Geld bekommt und nie dafür haften muss oder der Patient dem man das ganze Leben lang ansieht das er eine kieferorthopädische Behandlung durchgemacht hat?

Ich kann wirklich nur JEDEM abraten sich solch ein Foltergerät wie den Headgear einbauen zu lassen der Preis den man für gerade Zähne bezahlt ist VIEL zu hoch!

Man hat dann vielleicht gerade Zähne aber was ist mit dem GESICHT?

Außerdem rächt sich der Körper irgendwann für die jahrelange Misshandlung in Form von Halswirbelsäulensyndromen, Kopfschmerzen, Schwindel, Kieferknacken usw.

In unserem medialen Zeitalter in der das Aussehen so einen hohen Stellenwert hat und sogar über beruflichen und privaten Erfolg entscheiden kann sollte niemand russisches Roulette mit dem Gesicht seines Kindes spielen.
DonMaximus.
 

Beitrag#9von Don Maximus » 14. Mai 2011 20:20

Kieferorthopäde dürfte sich eigentlich nur jemand nennen der das Wachstum des Kiefers kontrolliert, lenkt und fördert.

Eine fundamentale Tatsache ist aber das sich die Mehrheit der Kieferorthopäden NICHT für ein ausbalanciertes und korrektes Kiefer-und Gesichtswachstum interessiert sondern ausschliesslich das Interesse darauf richtet die Zähne gerade auszurichten sozusagen isoliert vom Gesamtorganismus lediglich die Symptome behandelt und NICHT die Ursachen.

Da bei diesen Behandlungen immer die Zähne und das Gesicht zurückgedrückt werden ist eine Beschädigung des Gesichtswachstums so gut wie immer die Folge.

Aufgrund unseres "modern lifestyles" sind die Kiefer der Kinder leider oftmals unterentwickelt.

Kinder werden nicht mehr gestillt essen zu weiche Nahrung, werden kaufaul, entwickeln Allergien und ein schwaches Immunsystem. Anfälligkeit und Infekte im Hals-Nasen Ohrenbereich sind oftmals die Folge in Verbindung mit einer blockierten Nase und Mundatmung.
Auch mangelt es zu oft an Bewegung und Sport.
Das alles führt dazu das die Kiefer nicht richtig wachsen und das genetische Potenzial nicht entfaltet werden kann.

Dann sagt der Kieferorthopäde das schiefe Zähne und Platzmangel entstanden sind weil die Zähne zu gross sind für die Kiefer und Zähne gezogen werden müssen um Platz zu schaffen und den Rest in Form zu pressen aber in Wirklichkeit sind NICHT die Zähne zu gross für den Kiefer sondern die Kiefer sind zu klein für die Zähne.

Der Grund warum versucht wird die herausnehmbaren funktionskieferorthopädischen Geräte aus der medizinischen Landschaft hinauszufegen ist im maximierten Profitstreben zu suchen da man mit brutalen und harten Schnellmethoden in der gleichen Zeit schneller und dadurch mehr "behandeln" kann.
Das ist zwar wesentllich schlechter für die Gesundheit der Patienten aber der Geldbeutel des "Kieferorthopäden" freut sich (es sind ja nicht seine Kinder).
Don Maximus
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Foto Headgear-Schaden

Beitrag#10von ruebezahl » 17. Jul 2012 12:21

Liebe Leser,
hier ist ein 6er durch Misshandlung mit einem Headgear ganz widernatürlich verkippt, d.h. um die Innen-Außen-Achse verdreht. Dies führt zur Kau-Verschlechterung, und am Zahnfleischsaum erkennt man „weiße Flecken“, während man nur ahnen kann, wie verkürzt die Wurzeln sind:
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