Foto: offener Biss beim Erwachsenen verringert, Selbsthilfe statt Zahnspange

Bei Anfragen wären folgende Angaben zur Person hilfreich:
A) Patient (Alter?)/ Eltern/ Lehrkräfte/ Zahnarzt / Zahntechniker/ Therapeuten o.ä.
B) Schon in Behandlung / Erst- bzw. Zweit-Behandlung suchend / unbetroffen interessiert o.ä.
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Foto: offener Biss beim Erwachsenen verringert, Selbsthilfe statt Zahnspange

Beitrag#1von ruebezahl » 14. Jan 2015 16:21

Hallo Alle,
ein offener Biss ist bei Kleinkindern gut zu heilen, besonders, wenn er durch Lutschen oder Nuckeln verursacht wurde (ein Stichwort hierzu: Mundvorhofplatte).
Später wird es damit schwieriger.

Im folgenden Fall hat sich der stattliche, nicht nur die Frontzähne betreffende offene Biss (oberes Bild) erst im Erwachsenenalter entwickelt. Die Gipsmodelle passen noch in besserem Biss zusammen. Die Ursache scheint demnach mehr in den Muskeln und Gelenken als in der Zahnstellung und Kieferform zu liegen.
Der Patient hat in einem Ballungsraum 4 Kieferorthopäden abgeklappert. Keiner davon wollte entsprechend ursächlich therapieren. Alle hätten als Krankenkassen-basierte, „aussichtsreiche“ Behandlung feste Zahnspangen und eine Kiefer-OP mit Abtrennen des Oberkiefers geplant, und eventuell Logopädie als Beiwerk. Einen Kieferchirurgen hatte der Patient dabei sogar schon aufgesucht.

Als er dann nach Ganzheitlichen suchte, fand er meine Seite.
Wir stellten gemeinsam einen individuellen Kaukraft Kiefer-Former zusammen, den ich in Ivocap duplizieren ließ, weil ihm ein alleiniges Silikon-Exemplar zu weich war.
Bild
Das untere Zwischenergebnis zeigt eine sichtliche Besserung schon nach knapp 4 Monaten der Anwendung. Beide Aufnahmen zeigen den maximal möglichen Zusammengebiss und wurden in gleicher Körperposition gemacht.
Zwischenzeitlich hatte sich der Patient von seinem Zahnarzt noch ein Rezept für Physiotherapie wegen CMD ausstellen lassen. Jeder Zahnarzt darf das – bei diesem Befund, aber vermutlich nicht z.B. gegen Progenie. Bisher war der Patient erst einmal dort, wobei die Fernwirkung vom Kiefergelenk die Wirbelsäule hinunter deutlich hervortrat.

Nee, wirtschaftlich ist das nicht, was die Mainstream-Kieferorthopädie demgegenüber verzapft.
Denn Medizinprodukte-Hersteller wollen, nicht anders als andere Konzerne, viel verdienen, und beeinflussen die Ärzteschaft dementsprechend. Die Versicherten müssen diese Schlacht um die Stücke vom Kassen-Kuchen ausbaden. Weniger kostenintensive Behandlungsmethoden, die keine solche Lobby-Stärke aufbieten können, kommen schon mal unter den Rotstift, ganz egal ob ihre Wirksamkeit erwiesen ist.

Ein Professor in meinem Studium, der wohl auch schlechte Erfahrungen mit dem Medizinbetrieb gemacht hatte, empfahl damals: „Wenn Sie krank sind, dann gehen Sie zum Tierarzt! Der arbeitet noch wissenschaftlicher.“

Soweit nun bei Vorfrühlings-Wetter gestern und heute,
Rübezahl
[search(=(google|msn|yahoo))]Kaukraft Kiefer-Former, Zahnspange, offener Biss, Selbsthilfe[/search]
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Re: Foto: offener Biss beim Erwachsenen verringert, Selbsthilfe statt Zahnspange

Beitrag#2von norbert » 6. Mär 2015 11:36

Der Patient hat einen inkompetenten Lippenschluß und ein falsches Schluckmuster. Die Zunge liegt nicht flächig im hohen Gaumen wo sie hingehört, sichtbar wird das am zu schmalen Oberkiefer. Zudem wird zu weit vorne geschluckt was den offenen Biss verursacht hat. Das alles kann man lernen und zuständig ist dafür ein MF-Therapeut (myofunktionelle Therapie hierzulande wird das überwiegend von dafür ausgebildeten Logopäden gemacht).
Myofunktionelle Therapie: Sabine Fuhlbrück
www.mft-leipzig.de/
Eine Quelle um sich tiefer zu informieren.

Gruß Norbert
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Kiefer-Former zur Progenie-Behandlung gegen offenen Biss

Beitrag#3von ruebezahl » 28. Apr 2015 13:25

Liebe Leser,
hier noch ein gegen offenen Biss modifizierter Kaukraft Kiefer-Former (K3F) eines anderen Nutzers. Bild
In diesem Fall basiert er auf einem K3F des Progenie-Typs und ist zudem noch etwas nach hinten verlängert, da der Progenie-Typ nicht bis zu so großen Größen wie der Standard-Typ reicht.
Er zeichnet sich gegenüber dem Standard-Typ durch eine vorn etwas längere obere Innenrampe und eine vorn etwas flachere untere Innenrampe aus. Damit die oberen Schneidezähne vor und die unteren zurück können. Dazu ist auch die Biss-Sperrung etwa 1 mm höher, und die untere Außenwand vorn stärker (hier im Bild verdeckt).

Während die späte Behandlung vom offenem Biss mit zwanglosen Mitteln muskuläre Effekte braucht, die sich nicht immer gleich einstellen, wirkt bei der häufigeren gegensätzlichen Fehlstellung, dem Deckbiss, die durch den K3F umgesetzte Kraft direkt.
Beim Deckbiss überlappen die Vorderzähne zu weit, was zu Zahn-Abrieb führen kann und in manchen Fällen den Unterkiefer in eine ungünstigere Lage nach hinten zwängt (Zwangsbiss).
Gut kau,
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